Zweigpostamt Triebischtal

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Briefkasten der Deutschen Post der DDR.

Das ehemalige Zweigpostamt Triebischtal befand sich im Erdgeschoss der Wettinstraße Nr. 21 an der Ecke zur Moritzstraße. Das Postamt im Triebischtal wurde am 1. Juni 1892 eröffnet und besaß zur damaligen Zeit bereits einen Telegraphen. Unterstellt war die Zweigstelle – wie auch das Postamt 3 in Cölln – dem Postamt 1 an der Poststraße Nr. 26 in der Altstadt.[1]

Geschichte

Das Zweigpostamt im Triebischtal erhielt die Bezeichnung „Postamt 2“, welches auch im Poststempel (MEISSEN 2) vermerkt war. Mit der Erweiterung vom Postamt im Triebischtal gab es dort im Juli 1898 eine öffentliche Fernsprechstelle und ab Oktober 1899 auch noch eine Ausgabestelle für gewöhnliche Briefsendungen und Zeitungen. In den Zeiten der Hochinflation war das Zweigpostamt geschlossen und konnte erst am 1. Oktober 1924 wiedereröffnet werden.[2][3]

Die Poststelle

Die Poststelle im Triebischtal war bei den Bewohnern und der Geschäftswelt sehr beliebt. Besonders im Paket- und Päckchenverkehr brachte die Poststelle große Erleichterungen für die Triebischtaler. Der Zugang zur Poststelle befand sich im Hausflur vom Wohnhaus. Das Zweigpostamt war im Erdgeschoss untergebracht und hatte einen relativ kleinen Schalterraum mit zwei Postschaltern. Später war der linke Schalter der Lotto-Annahme vorbehalten. Am rechten Schalter wurden sämtliche Postdienstleistungen abgewickelt. Im kleinen Raum links vom Eingang befand sich der öffentliche Fernsprecher. Der Fernsprecher war nur während der Öffnungszeiten zugänglich. Telefongespräche mussten vom Postpersonal zunächst angewählt und dann durchgestellt werden. Päckchen und Pakete wurden über ein Fenster an der Hausecke zur Moritzstraße von der Deutschen Post angeliefert und abgeholt. Vor dem Haus waren zudem noch zwei Automaten mit Kurbel zum Verkauf von Briefmarken zu 5-, 10, und 20 Pfennig an der Fassade angebracht.

Das Zweigpostamt 2 im Triebischtal wurde erst Mitte der 1990er Jahre geschlossen. Es gibt heute im Triebischtal eine Post Filiale (701) in der Ossietzkystraße Nr. 1a.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Chronik 1989-1996. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1996, S. 189.
  2. Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 180.
  3. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 231, 267 und 268.