Die Wolgangskirche im Meisatal.

Der Wolfgangsfriedhof befindet sich im Meisatal an der Jahnastraße. Auf dem Gelände befindet sich ebenfalls die spätgotische Wolfgangskirche. Das Gotteshaus, nebst Friedhof gehört zur evangelisch-lutherischen St. Afra-Gemeinde Meißen.

Geschichte

Die ohne Turm erbaute Wolfgangskirche ist vermutlich 1471 nach den Plänen von Arnold von Westfalen entstanden. Sie gehört damit zu den Denkmälern der Stadt des scheidenden Mittelalters. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1474. Der Bau diente bis auf wenige Ausnahmen als Friedhofskapelle für den Wolfgangsfriedhof, der sich auf der anderen Straßenseite befindet.[1] Nur während der Renovierung der St. Afrakirche fanden zwischen 1963 und 1974 auch Gottesdienste in der Wolfgangskirche statt. Später lagerte man in der Kirche historische Ziegel aus dem Meißner Dom. Teile der historischen Orgel im Kirchenraum stammen vermutlich aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Kirche ist derzeit nicht zugänglich.[2]

Auf dem Wolfgangsfriedhof befinden sich einige historische Grabmäler.

Grabstätten (Auswahl)

  • Pastor Julius Wallenstein (1805-1888).
  • Reinhold Max Uhlmann, Gutsbesitzer.
  • Grabmal der Familie Johann Georg Julius Bidtel (1825-1891), Gründer der Firma „Dr. Julius Bidtel“ (Bidtelia), 1861 in Meißen Cölln.
  • Bernhard Walther (1867-1896), Bossierer an der Königlichen Porzellanmanufaktur Meißen.
  • Georg Lasch (1881-1913), Maschinist der Kaiserlichen Marine an Bord vom Luftschiff L 2 (LZ 18). Er verunglückte tödlich beim Brand und nachfolgenden Absturz vom Luftschiff in Berlin Johannisthal am 17. Oktober 1913.
  • Anna und Arthur Gansauge, Gutsbesitzer in Oberjahna.
  • Grabstätte der Familie Werkmeister, Gutsbesitzer in Mehren.

Literatur

  • Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen, Druck und Verlag, Klinkicht & Sohn, Meißen, 1929.
  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.

Einzelnachweise

  1. Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen, Druck und Verlag, Klinkicht & Sohn, Meißen, 1929, S. 342 und 343.
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-386729-013-5, S. 36 und 372.