Wohnhaus Plossenweg Nr. 4
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Das Wohnhaus Plossenweg Nr. 4 befindet sich in der Nähe der Poststraße und der Obergasse. Der Plossenweg führt zur Einmündung in die Wilsdruffer Straße.
Der Plossenweg war bis zum Bau der heutigen Wilsdruffer Straße der ursprüngliche Verbindungsweg für den Fernverkehr nach Wilsdruff. Der steil ansteigende Weg wurde bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts als „Am Plossen“ bezeichnet. Am 2. Januar 1882 wurde dieser Name auch amtlich bestätigt. Es sollte damals für den Abschnitt vom Haus Hahnemannsplatz Nr. 12 bis zur Plossenschänke gelten, was aber nicht geschah.
Am 12. August 1892 bekam der Weg den Namen „Plossenweg“.
Wohnhaus Plossenweg Nr. 4
Das Wohnhaus wurde als Villa bereits um 1850 in offener Bebauung mit Gartenhaus/Atelierhaus (Ende 19. Jahrhundert) und Einfriedung mit langer Treppe am Weinberg errichtet. Es handelt sich um einen noch klassizistisch anmutenden Bau des frühen Historismus. Das Gebäude hat eine straßenbildprägende Putzfassade mit einigen Zierornamenten. Der Hauszugang befindet sich ebenfalls am Plossenweg aber auch am Kapellenweg gibt es einen Zugang.
Das Hauptgebäude war bis 1945 einmal der Wohnsitz des Meißner Weingroßhändlers und Kunstsammlers Ernst Otto Horn. Im Gartenhaus/Atelierhaus, in Fachwerkbauweise ausgeführt, wirkte der Meißner Kunstmaler Rudolf Kanka.
Das Haus ist ortsgeschichtlich, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 262.