Wohnhaus Fleischergasse Nr. 6
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Das Wohnhaus Fleischergasse Nr. 6 befindet sich in Nähe vom Markt, der Görnischen Gasse und dem Roßmarkt in der Altstadt von Meißen. Die Fleischergasse ist heute eine von Touristen bevorzugte Route zur Frauenkirche, zum Tuchmachertor und zum Rathaus.
Die Fleischergasse wurde schon von alters her so genannt. Bereits im 14. und 15. Jahrhundert sollen hier die angesehenen Angehörigen der Fleischerzunft, welche damals die Vorherrschaft im Rathaus innehatten, gewohnt haben. Der Vorgängerbau vom Meißner Rathaus stand einst an der Ecke Fleischergasse/Markt. Schon ab 1329 hatten die Inhaber der „Meißner Fleischbank“ ihren „Kerzenunschlitt“ (gereinigter Talg aus Rinder- oder Hammelfett) für Kerzen an die Klöster zu liefern.[1] In der Straße befinden sich bemerkenswerte Bürgerhäuser sowie Handwerkshäuser aus der Zeit der Renaissance.
Wohnhaus Fleischergasse Nr. 6
Das Wohnhaus wurde in geschlossener Bebauung und mit Seitenflügel zum Hof 1792 errichtet. Das Haus ist an der Fassade mit der Jahreszahl „1792“ bezeichnet und trägt ein Monogramm. Es handelt sich um einen stattlichen Barockbau mit einer straßenbildprägenden Putzfassade und einigen Zierelementen. Zudem gibt es im Erdgeschoss eine historische Ladenfront mit Ladeneinbau. Der Hauszugang wurde als Portal gestaltet und befindet sich ebenfalls an der Fleischergasse. Die dekorative Zugangstür ist aus Holz und hat zwei Flügel mit Oberlicht. Die beiden Türflügel besitzen Fenster mit Ziergitter.
Das Haus ist künstlerisch, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung.[2]
Literatur
- Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929 (online).
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 74, 75, 205, 206, 221, 312, 324, 460, 619 und 621 (online).
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 84.