Wohnhaus Fleischergasse Nr. 10

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Wohnhaus Fleischergasse Nr. 10.
Erker am Haus Fleischergasse Nr. 10.

Das Wohnhaus Fleischergasse Nr. 10 befindet sich in Nähe vom Markt, der Görnischen Gasse und dem Roßmarkt in der Altstadt von Meißen. Die Fleischergasse ist heute eine von Touristen bevorzugte Route zur Frauenkirche, zum Tuchmachertor und zum Rathaus.

Die Fleischergasse wurde schon von alters her so genannt. Bereits im 14. und 15. Jahrhundert sollen hier die angesehenen Angehörigen der Fleischerzunft, welche damals die Vorherrschaft im Rathaus innehatten, gewohnt haben. Der Vorgängerbau vom Meißner Rathaus stand einst an der Ecke Fleischergasse/Markt. Schon ab 1329 hatten die Inhaber der „Meißner Fleischbank“ ihren „Kerzenunschlitt“ (gereinigter Talg aus Rinder- oder Hammelfett) für Kerzen an die Klöster zu liefern.[1] In der Straße befinden sich bemerkenswerte Bürgerhäuser sowie Handwerkshäuser aus der Zeit der Renaissance.

Wohnhaus Fleischergasse Nr. 10

Das Wohnhaus wurde in geschlossener Bebauung und in Ecklage errichtet. Das Haus bildet mit dem Wohnhaus Görnische Gasse Nr. 1 ein Grundstück. Der linke ältere Gebäudeteil ist aus dem 16. Jahrhundert und mit der Jahreszahl „1585“ bezeichnet. Der rechte und jüngere Gebäudeteil besitzt einen Eckerker. Im Erdgeschoss befindet sich ein Ladeneinbau. Seit vielen Jahren befindet sich hier die Ratsdrogerie.

Es handelt sich um einen Renaissancebau (linker Gebäudeteil) mit einer Überformung im Heimatstil. Der rechte Gebäudeteil hat eine Kopie des einst abgebrochenen Renaissance-Giebel. Zudem gibt es ein steiles Satteldach und im Erdgeschoss einen Ladeneinbau. Der Hauszugang ist als Portal gestaltet und befindet sich ebenfalls an der Fleischergasse. Die Haustür ist aus Holz und hat zwei Flügel mit Oberlicht. Die beiden Türflügel haben Fenster mit Schmuckgitter.

Das Haus ist städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 74, 75, 205, 206, 221, 312, 324, 460, 619 und 621 (online).
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 84.