Wohnhaus An der Frauenkirche Nr. 2
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Das Wohnhaus An der Frauenkirche Nr. 2 befindet sich in der Nähe vom Markt und der Fleischergasse in der Altstadt von Meißen. Der Name „An der Frauenkirche“ gilt für das zweigeteilte Areal, welches sich direkt an der Frauenkirche befindet. Dazu gehört auch die heutige Grünanlage vom einstigen Kirchhof hinter der Frauenkirche am Tuchmachertor. Bis in das 19. Jahrhundert hinein ist das Gelände noch als „Kirchhof“ bezeichnet worden.
Zudem gehört zum Areal An der Frauenkirche der kleine Platz vor dem Bahrmannschen Brauhaus, welcher noch 1682 den Namen „zur Heiligen Dreifaltigkeit“ trug. Bis 1885 änderte sich der Name noch mehrfach und am 5. September 1885 erhielt das gesamte Areal den Namen „Lutherplatz“. Da es in der ehemaligen selbstständigen Gemeinde Cölln ebenfalls einen „Lutherplatz“ gab und Cölln im Jahre 1901 nach Meißen eingemeindet wurde, änderte man in der Altstadt dann nochmals am 11. Dezember 1900 den Namen in „An der Frauenkirche“.
Wohnhaus An der Frauenkirche Nr. 2
Das als Wohnhaus in geschlossener Bebauung und mit Hinterhäuser errichtete Gebäude wurde 1856 gebaut. Das Haus ist mit der Jahreszahl „1856“ bezeichnet.
Es handelt sich um einen Bau im Stil des Spätklassizismus mit einer straßenbildprägenden Putzfassade. Die Fassadengliederung ist dabei wertvoll und es gibt viele Zierelemente. Im Erdgeschoss gibt es einen Ladeneinbau. Es befindet sich ein prächtiges Steinrelief an der Fassade über dem Portal. Der Hauszugang ist als Portal gestaltet und befindet sich ebenfalls an der Straße „An der Frauenkirche“. Die dekorative Zugangstür ist aus Holz und hat ein Oberlicht. Die beiden Türflügel besitzen keine Fenster.
Das Haus ist künstlerisch, städtebaulich und baugeschichtlich von Bedeutung.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 22 und 24.