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Waldlandschaft mit Wasser und Steinen von W. Gebhardt um 1860. Bildhinweis: Kunstsammlung Chemnitz/Frank Krüger, © gemeinfrei.
Seine Kindheit verbrachte W. Gebhardt im Burglehn am vorderen Burgtor.

Wilhelm Gebhardt, eigentlich Friedrich Wilhelm Gebhardt (* 1827 in Fischergasse bei Meißen; † 16. Mai 1893 in Dresden), war ein Kunst- und Landschaftsmaler, Zeichenlehrer und Manufakturist.

Leben und Werk

W. Gebhardt wurde am 30. November 1827 in der damaligen noch selbstständigen Gemeinde Fischergasse geboren. Nachdem sein Vater früh verstorben war lebte er mit seiner Mutter bei Verwandten in der Freiheit ganz in der Nähe vom Burglehnhaus, wo auch Ludwig Richter wohnte. Er wuchs mit den Kindern von L. Richter auf und verbrachte viel Zeit in der Malstube des bereits berühmten Künstlers. Die Werke Gebhardts sind später oft von den Kindheitserlebnissen bei L. Richter beeinflusst.

Sein künstlerisches Talent wird bald erkannt und an der Zeichenschule der Königlichen Porzellanmanufaktur-Meißen, welche L. Richter damals leitet, wird er im Zeichnen ausgebildet. Im Oktober 1844 beginnt er ein Studium an der Dresdner Kunstakademie und wohnt in dieser Zeit bei der Familie von Ludwig Richter. Ab 1848 wird W. Gebhardt direkt im Atelier von Ludwig Richter weiter zum Landschaftsmaler ausgebildet. Nachdem er das Atelier Richters verlassen hatte, arbeitet er einige Jahre an der Zeichenschule der Meißner Manufaktur als Zeichenlehrer. Im Jahre 1866 zieht er nach Dresden um Aufträge für Landschaftsbilder auszuführen und ab 1874 wird er Zeichenlehrer am Königlichen Gymnasium in Dresden-Neustadt.

W. Gebhardt schuf im Auftrage des damaligen Sächsischen König Johann und später auch des Königs Albert zahlreiche Aquarelle. Zudem entstanden für die fürstliche und gräfliche Familie Schönburg einige Auftragswerke. Einige seiner Arbeiten werden in Dresden auch ausgestellt. Wilhelm Gebhardt verstarb am 16. Mai 1893 in Dresden.

Seine beiden Söhne

W. Gebhardt hatte zwei Söhne, welche später ebenfalls Kunstmaler wurden. Friedrich Maximilian (Max) Gebhardt und Konrad Gebhardt (1868-1920).

  • F. M. Gebhardt (Max) wurde am 13. September 1864 in Meißen geboren. Er studierte unter der Anleitung von Professor Viktor Paul Mohn (1842-1911) an der Dresdner Kunstakademie die Landschaftsmalerei. Später widmete er sich auch der Aquarellmalerei.[1]
  • Von Konrad Gebhart wurde besonders das Ölgemälde Herbstlandschaft, ein Motiv aus der Dresdner Heide, von 1900 bekannt.

Werke (Auswahl)

  • Waldlandschaft mit Wasser und Steinen, Pinselzeichnung in Braun, um 1860.
  • Ruine auf dem Obyin bei Zittau, Aquarell 1869.
  • Uferpartie mit Zeesenbooten, Ölgemälde um 1880.
  • Uferpartie mit Windmühle, Ölgemälde um 1880.
  • Jäger vor einem Landhaus, Aquarell um 1880.

Fotohinweis

Das obere Foto wurde zum Zweck der besseren Dokumentation bearbeitet. Das Originalfoto ist unter https://collections.kunstsammlungen-chemnitz.de/detail/person/8c2d4711-babe-4465-aa58-37aeba231397 abrufbar. Bildhinweis: Kunstsammlung Chemnitz/Frank Krüger, © gemeinfrei.

Literatur

  • Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888.

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 31.