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Der Künstler W. Fitzenreiter 1975. Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.
Gedenkmedaille, geschaffen von W. Fitzenreiter. Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.

Wilfried Fitzenreiter (* 17. September 1932 in Salza/Harz; † 12. April 2008 in Berlin) war ein Bildhauer und Medailleur sowie ein Plaketten- und Porzellankünstler. Er zählt mit zu den Künstlern, welche an der Gestaltung von Porzellanmedaillen der Porzellanmanufaktur Meißen beteiligt waren.[1]

Leben und Werk

Wilfried Fitzenreiter wurde 1932 in Salza in der Nähe von Nordhausen geboren. Seine Schulausbildung schließt er mit dem Abitur ab. Von 1951 bis 1952 absolviert er eine Steinmetzlehre, dem sich ein Studium an der Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein bei Gustav Weidanz (1889-1970) anschließt. Ab 1958 studiert W. Fitzenreiter an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin als Meisterschüler bei Prof. Heinrich Drake (1903-1994). Danach arbeitete er ab 1961 vorwiegend freischaffend in Berlin im Stadtbezirk Prenzlauer Berg.

Wilfried Fitzenreiter schuf neben Münzen und Medaillen viele Kleinplastiken, Portraitbüsten und Akte. Beispielsweise schuf er 1988 die Gruppe Drei Mädchen und ein Knabe am Spreeufer in Berlin-Mitte und 1991 das Karl-May-Denkmal in Hohenstein-Ernstthal. Dazu lieferte er auch Entwürfe für Medaillen aus Meißner Porzellan.

Er wurde mit dem „Will-Lammert-Gedächtnispreis der Akademie der Künste der DDR ausgezeichnet. Zudem bekam er den Kunstpreis des Deutschen Turn- und Sportbunds.

Medaillen für die Porzellanmanufaktur Meißen

Für die Porzellanmanufaktur Meißen erstellt er ab 1965 einige Entwürfe für Porzellanmedaillen und Plaketten. Beispielsweise lieferte er 1965 den Entwurf und das Modell zur keramischen Medaille Brandenburger Tor mit Torhallen aus Böttger-Steinzeug für den Staatsrat der DDR. Von der Medaille werden nur 200 Exemplare ausgeformt.[2]

Wilfried Fitzenreiter verstarb am 12. April 2008 in Berlin. Seine letzte Ruhestätte findet er auf dem Friedhof II der Französisch-Reformierten Gemeinde in Berlin-Mitte.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1981, S. 408.
  2. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1981, S. 132 und 404.