Wetterleuchten (Erzählung)

Das Buch Wetterleuchten ist eine historische Erzählung von Max Großmann aus dem Jahre 1959. Der vollständige Titel lautet “Wetterleuchten – Eine geschichtliche Erzählung aus Kursachsen“. Das Buch wurde vom Prisma-Verlag Leipzig verlegt und hat 222 Seiten.
Die Erzählung
Der Autor greift in seiner Erzählung die Bauernunruhen im Jahre 1790 in der Gegend um Meißen auf. Allerdings ist die Erzählung dabei kein Produkt der dichterischen Freiheit. Seine Darstellungen geben Begebenheiten wieder, die sich tatsächlich in der Umgebung von Meißen ereignet haben. Max Großmann berichtet über Herrenrechte, Fronlasten, über die allgemeine Bedrückung der Gutsuntertanen, welche schließlich zu einem Bauernaufstand führten. Er erzählt den gesamten Ablauf der Unruhen bis zum gewaltsamen Zusammenbruch. Die Namen der beteiligten Personen hat der Autor dabei unverändert in sein Werk übernommen. Die geschilderten Ereignisse sind zudem bis in die letzten Einzelheiten aktenmäßig verbürgt.
Geschichtliche Hintergründe der Erzählung
Bereits in der Zeit von 1789 bis 1790 herrschte eine große Hungersnot und die Getreidepreise waren auf das Fünf- bis Siebenfache angestiegen. In der Zeit um den 23. August 1790 hatten sich vor allem aus der Lommatzscher Pflege in und um der Stadt Meißen etwa 2.000 Bauern versammelt. Sie befreiten in diesen Tagen gewaltsam 5 bereits in Meißen gefangengenommene Bauern. Daraufhin wurde Meißen durch die angerückten kurfürstlichen Truppen vom 24. bis 26. August 1790 besetzt und der Bauernaufstand niedergeschlagen. Die kurfürstlichen Truppen blieben noch bis zum 17. September 1790 und durchstreifen das umliegende Land. Dabei wurden ebenfalls zahlreiche Bauern gefangengenommen.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 82.