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Kranichbrunnen in Dresden, Dresden Südvorstadt.

Werner Scheffel (* 1. März 1912 in Leipzig; † 7. Oktober 1996 in Dresden) war ein Bildhauer, Medailleur, Maler, Grafiker, sowie ein Plaketten- und Porzellankünstler. Er zählt mit zu den Künstlern, welche an der Gestaltung von Porzellanmedaillen der Porzellanmanufaktur Meißen beteiligt waren.[1]

Leben und Werk

Werner Scheffel wurde 1912 in Leipzig geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er von 1926 bis 1930 eine Lehre zum Lithographen. Anschließend studiert er von 1930 bis 1933 als Werkstudent an der Akademie für Grafik und Buchkunst Leipzig. Im Jahre 1933 wird er allerdings nicht mehr immatrikuliert und arbeitet fortan bei Prof. Max Schwimmer im Atelier und als Lithograph.

W. Scheffel unternimmt 1935 eine Studienreise durch Italien. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitet er ab 1948 vorwiegend freischaffend als Grafiker und Maler. Im Jahre 1951 wird er Sekretär des Verbandes Bildender Künstler im Land Sachsen und wirkt dazu auch in der Zentralleitung in Berlin. Ab 1954 beginnt seine zwanzigjährige Tätigkeit als Beauftragter des Künstlerischen Beirates der TU Dresden. 1958 schuf er das Kranichpaar aus Bronze vom Kranichbrunnen in der Dresdner Südvorstadt. Neben seiner Tätigkeit als Bildhauer war Scheffel ab 1962 auf weiteren Gebieten tätig. Er übernahm beispielsweise die Konzeption zur Gestaltung der Gedenkstätte Münchner Platz in Dresden.

Ausstellungen und Ehrungen

Ab 1976 arbeitet er wieder freischaffend als Bildhauer, Maler und Grafiker in Dresden. W. Scheffel wird mit der Verdienstmedaille der DDR ausgezeichnet. Zudem wurde ihm die Johannes-R.-Becher-Medaille in Silber verliehen. Er beteiligte sich zudem an den vielen Kunstausstellungen in der DDR, beispielsweise in Leipzig, Görlitz, Dresden und an Ausstellungen der TU in Dresden.[2]

Medaillen für die Porzellanmanufaktur Meißen

Ab dem Jahre 1955 unterhielt der Künstler ebenfalls enge Beziehungen zur Porzellanmanufaktur Meißen. Er erstellt nun auch Entwürfe und Modelle für Porzellanmedaillen und Plaketten. Beispielsweise lieferte er die Medaillen und Großplaketten:

  • 1955 für die TU Dresden, Entwurf und Modell Wilhelm Gotthelf Lohrmann-Medaille aus Böttger-Steinzeug.
  • 1956 für die TU Dresden, Entwurf Prof. Dr. Dr. h. c. Barkhausen aus Böttger-Steinzeug
  • 1957 für die TU Dresden, Entwurf und Modell Gustav Zeuner aus Böttger-Steinzeug
  • 1958 für die TU Dresden, Entwurf und Modell Andreas Schubert 1808-1958 aus Böttger-Steinzeug
  • 1959 für die TU Dresden, Entwurf und Modell Prof. Dr. Walter Hempel 1880-1916 aus Böttger-Steinzeug
  • 1960 für die TU Dresden, Entwurf und Modell Prof. Dr.-Ing. Kurt Beyer aus Böttger-Steinzeug, mehrere Ausführungen
  • 1961 für die TU Dresden, Entwurf und Modell Prof. Dr.-Ing. Adolph Nägel aus Böttger-Steinzeug
  • 1961 für die TU Dresden, Entwurf und Modell Wilhelm Gotthelf Lohrmann – Für Verdienste um die Technische Hochschule, Ehrenmedaille aus Biskuitporzellan.[3]

Werner Scheffel verstirbt in Dresden am 7. Oktober 1996.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 457.
  2. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 457.
  3. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 210, 216, 219, 224, 229, 234, 235 und 439.