Weinstuben Gebrüder Geissler

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Werbeanzeige vom Gebrüder Geissler-Weingeschäft in Meissen um 1876.
Lokalität der Gebrüder Geissler in Cölln (Jägerschlösschen).

Die Weinstuben Gebrüder Geissler waren um 1876 altdeutsche Wein-Stuben und Gartenlokalitäten in Meißen.

Die Lokalitäten und Weingeschäfte befanden sich in der Altstadt in der Burgstraße, in Cölln in der Nähe vom Bahnhof Meißen und in Niederspaar.[1]

Lokalitäten der Gebrüder Geissler

Das Hauptgeschäft der Gebrüder Geissler war im Haus Burgstraße Nr. 109, (heute Nr. 28). Gegründet wurde die Weinhandlung im Jahre 1860 von Otto Geissler unter der Firmenbezeichnung „Gebrüder Geissler“. Im Haus Burgstraße Nr. 28 war ein umfangreiches Flaschenlager und die Geschäftsstelle untergebracht. Zudem war dort eine Weinstube als „Weinlaube“ vorhanden. Die Weinstube war weidmännisch und mit historischen Möbeln eingerichtet. Hinter dem Haus befand sich noch der sogenannte „Wintergarten“. Es gab zudem noch eine französische Stube und einen Champagner-Saal.

Sommer-Restaurant in Cölln

Im ehemaligen Jägerschlösschen an der Bahnhofstraße lag das Sommer-Restaurant der Gebrüder Geissler. Vom Ratsweinberg hatte man eine herrliche Aussicht auf Albrechtsburg und Meißner Dom. Die geräumige Lokalität war in den Sommermonaten für größere Gesellschaften oder für Vereine bestens geeignet. Am Fuße vom Restaurant gab es einen kleinen zoologischen Garten. Der gesamte Komplex wurde allerdings im Jahre 1938 abgerissen.

Weinberge in Niederspaar

Ein Weinberggrundstück besaß die Firma Gebrüder Geissler in Niederspaar, direkt gegen über vom Schloss Siebeneichen, damals Grundstück Niederspaar Nr. 14.

Kellereien / Ehrungen

Am Lager waren ständig: Sächsische- und ausländische Weiß- und Rotweine, es gab deutschen und französischen Champagners in den Kellereien:

Die Weinbaufirma bekam auf der „Landes-Obstbau-Verein-Ausstellung“ 1875 in Sachsen die große silberne Medaille für vorzügliche Leistungen im Obstanbau.[2]

Literatur

  • Gebrüder Geissler: Führer durch die altdeutschen Wein-Stuben und Garten-Lokalitäten von Gebrüder Geissler in Meißen, Duck von A. C. Cato, 1876. Illustrationen von der Meißner Steindruckerei Steinmetz & Bornemann.
  • Verschiedene Adressbücher der Stadt Meißen.

Einzelnachweise

  1. Adressbuch der Stadt Meißen, 1880.
  2. Gebrüder Geissler: Führer durch die altdeutschen Wein-Stuben und Garten-Lokalitäten von Gebrüder Geissler in Meißen, Duck von A. C. Cato, 1876, S. 5, 9, 20 bis 22, 53 und 57.