Weihnachtsglocke (Domgeläut)
Die Weihnachtsglocke aus dem Jahre 1959 befindet sich im Südturm vom Meißner Dom. Sie wurde 1959 von der Firma Franz Schilling und Söhne in Apolda gegossen. Sie gehört neben der Johannesglocke, der Lukasglocke, der Markusglocke und der Matthäusglocke zum Domgeläut.
Geschichte
Die Weihnachtsglocke wird auch oft als „zweite Johannesglocke“ bezeichnet, da sie eine Inschrift aus der Offenbarung des Johannes trägt. Für die neu zum Geläut gekommene Glocke musste ein eigener Glockenstuhl aus Stahl gebaut werden. Die anderen Glocken im Südturm behielten dagegen ihren alten Eichenholz-Glockenstuhl aus dem Jahre 1908. Im Sommer 1959 wurde die neue Weihnachtsglocke in Apolda von der Firma Schilling gegossen. Die Entwürfe dazu lieferte Pfarrer Dr. Christian Rietschel. Die Glockenweihe erfolgte am 11. Juni 1960, zusammen mit der Markus- und der Matthäusglocke.
Technische Daten
- Standort: Südturm
- Gewicht: 1512 kg
- Durchmesser: 1295 mm
- Schlagring: 95 mm
- Höhe der Krone: 1070 mm
- Schlagton es¹ + 11
Dekor
An der Glockenschulter befindet sich die doppellinig geritzte Schrift „Siehe da die Hüter Gottes bei den Menschen (Raute) und er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein“. An der Glockenflanke im Ritzverfahren gezeichneter Stall von Bethlehem und die drei Weisen. Dazwischen die Darstellung eines Engels, der auf die Krippe weist. Zudem wurde die Flucht nach Ägypten dargestellt.[1]
Literatur
Dombau-Verein Meißen e.V. und Freundeskreis der Albrechtsburg Meißen e.V., Verschiedene Autoren in: Monumenta Misnensia, Jahrbuch für Dom und Albrechtsburg zu Meißen, 2011/2012, ISBN 978-3-9812406-2-7.
Einzelnachweise
- ↑ Dombau-Verein Meißen e.V. und Freundeskreis der Albrechtsburg Meißen e.V., Verschiedene Autoren in: Monumenta Misnensia, Jahrbuch für Dom und Albrechtsburg zu Meißen, 2011/2012, ISBN 978-3-9812406-2-7, S. 6 bis 93.