Buchtitel Weißes Gold.

Das Buch Weißes Gold ist ein historischer Roman von Max Großmann aus dem Jahre 1960 um die Erfindung des Meißner Porzellans. Es erschien in der Erstauflage noch unter dem Titel ... und fanden Weißes Gold im Prisma-Verlag Leipzig zum Preis von 7,40 DM (Deutsche Mark der Deutschen Notenbank).

Später wurde das Buch unter dem Titel „Weißes Gold“ im Verlag der Nation, Berlin, ab 1969 zum Preis von 6,50 Mark der DDR vertrieben. Die Ausgabe vom Prisma-Verlag ... und fanden Weißes Gold hat einen Umfang von 270 Seiten. Die Nachauflagen vom Verlag der Nationen dagegen haben einen Umfang von 248 bzw. 208 Seiten.

Das Buch erschien im Jahre 1974 auch in tschechischer Sprache unter dem Titel „Bílé Zlato“, Auflage: 12.000 Exemplare. Übersetzter war Jaroslav Šonka.

Der Roman

Der Autor legte stets mit Nachdruck auf das Adjektiv „historisch“ großen Wert. Er wollte im Roman Johann Friedrich Böttger mit seiner Umwelt und die Geschichte der Porzellanerfindung so vorstellen, wie sie sich aus den damaligen Forschungen und Erkenntnissen um 1960 zeigten. Dabei lässt er vorwiegend das durch historische Quellen belegte Geschehen in den Vordergrund treten. Im Roman stellt M. Großmann die enge Zusammenarbeit zwischen Tschirnhaus und Böttger dar und dem Leser werden ihre gemeinsamen Verdienste um das europäische Porzellan, ihre ernsthaften und mühsamen Versuche zur Herstellung des ersten Meißner Porzellans detailreich geschildert. Dabei werden aber auch die Anteile der Mitarbeiter aufgezeigt, welche bei der Erfindung nicht nur schwere Handlangertätigkeiten leisteten, sondern ebenfalls mit viel Herz und Verstand die unendlichen Versuche förderten.

M. Großmann stellt Böttger nicht als idealisiertes Opfer der feudalen Mächte dar, sondern eher als Mensch, dessen Schicksal durch Charakter und gesellschaftliche Umwelt bestimmt wurde. Der Autor vermeidet bewusst eine Schwarz-Weiß-Malerei im Werk. Auch August der Starke wird nicht als Schemafigur dargestellt, sondern er tritt als Mensch mit Vorzügen aber auch mit Schwächen auf. Es gibt im Roman sehr gute Charakterdarstellungen, es gibt aber auch dramatische Schilderungen, welche farbenreich und spannend erzählt werden.

Im Anhang befinden sich neben den illustrativen Federzeichnungen von Günter Blochberger, noch einige Kunstdrucktafeln mit Abbildungen früher Meißner Porzellane. Die Fotos stammen von Otto Walcha und vom VEB Staatliche Porzellan-Manufaktur Meißen. Ein Verzeichnis mit Sacherklärungen für die im Roman immer wieder eingebundenen Fachbegriffe gibt es nicht.