Waltersbrunnen
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Der Waltersbrunnen ist ein vergitterter Quellbrunnenschacht am Kleinen Hohlweg an der Umfassungsmauer vom Grundstück Freiheit 8. Es handelt sich hierbei um einen Brunnen aus dem 15. Jahrhundert, welcher auf den Resten eines aus dem 11. Jahrhundert gebauten Quellbrunnens errichtet wurde. Vom Waltersbrunnen wird dabei auch in einigen Sagen berichtet.
Geschichte
In einer Urkunde des Hochstifts aus dem Jahre 1476 wird der Brunnen erstmals erwähnt. Im Jahre 1499 soll im Brunnenschacht der flüchtige Domvikar Johann Hofmann ertrunken sein, als er versuchte seinen Verfolgern zu entkommen und dabei in den Brunnenschacht fiel.
Am 28. Februar 1579 sollen aus dem Brunnenschacht Leichenteile geborgen worden sein, welche vermutlich mit einem Mordfall in Verbindung standen. Die hineingeworfenen Leichenteile hatten demnach im Brunnen die abgehenden „Röhren“ der Röhrfahrten verstopft. Als „Röhrfahrt“ wurde seit dem 15. Jahrhundert eine Wasserleitungen aus Holz bezeichnet. Beim Beräumen vom Schacht soll man dann auf die noch frischen Leichenteile gestoßen sein. Der angebliche Mordfall ist jedoch nie aufgeklärt worden. Als „Röhrfahrt“ wurde seit dem 15. Jahrhundert eine Wasserleitungen aus Holz bezeichnet.
Im Jahre 1575 bestätigte Bischof Johannes IX. dem Besitzer vom Haus am Markt 9 den Bezug von Wasser über eine Röhrfahrt aus dem Brunnen. Bereits seine Vorgänger hatten den Bezug von Wasser aus dem Brunnen gestattet. Später worden noch weitere Häuser am Markt mit dem Wasser vom Waltersbrunnen versorgt.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax-Verlag, Beucha 2009, S. 356.