Volks-Zeitung
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Die Volks-Zeitung, war von 1908 bis 1933 eine Tageszeitung für die Stadt Meißen, Riesa, Großenhain, Lommatzsch, Nossen und deren Umgebung. Die Zeitung war Organ der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Später „Organ der schaffenden Bevölkerung“. Am 1. Juli 1933 richtete die NSDAP-Kreisleitung ihre Geschäftsstelle in den Sitz der Volks-Zeitung, Fährmannstraße Nr. 16 ein.[1][2]
Die Volks-Zeitung war zur Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen der Amtshauptmannschaften von Meißen und Großenhain und den Stadträten zu Meißen, Großenhain und Riesa bestimmt. Zudem war die Zeitung das behördlicherseits bestimmte Blatt des Finanzamtes Meißen.
Geschichte
Zunächst wurde im Jahre 1891 die Zeitung der „Volksfreund“ als sozialdemokratisches Organ gegründet. Verlegt und gedruckt wurde der „Volksfreund“ in der Meißner Druckerei Klinkicht & Sohn am Theaterplatz Nr. 7. Der „Volksfreund“ erschien ab 1900 regelmäßig an den Wochentagen als Tageszeitung. Aus dem Volksfreund ging dann 1908 die „Volks-Zeitung“ hervor. Ab 1921 wurde die Volks-Zeitung von der Firma Buch- und Akzidenz-Druckerei R. Schmidt & Co. an der Fährmannstraße] Nr. 16 gedruckt und verlegt.[3]
Profil der Zeitung
Nach eigenen Angaben aus dem Jahre 1928 wendete sich die Volks-Zeitung an die Arbeiterschaft in Meißen, welche damals nahezu siebzig Prozent der Meißner Bevölkerung umfasste. Die Zeitung war dabei völlig unabhängig vom Geschäfts- und Privatkapital. Man sah sich als genossenschaftliches Unternehmen, welches von den Arbeitern selbst geschaffen wurde. Eine völlige Unabhängigkeit wurde garantiert. Die Zeitung nahm dabei zu allen Fragen des politischen und gesellschaftlichen Lebens im Sinne der Arbeiterschaft Stellung. Die Vorzüge der Volks-Zeitung waren: schnelle Berichterstattungen (Fernsprecher und Radio); zahlreiche eigene, völlig unabhängige Mitarbeiter und einen reich ausgestatteten lokalen Teil. Es gab zudem in der Zeitung einen Romanteil „unter Ausschluss aller seichten Sensations- und Schundliteratur“, nach sozialen und künstlerischen Gesichtspunkten zusammengestellte Beilagen sowie Meldungen von anerkannten Wirtschafts- und Sportdienste. Die Meißner Druckerei R. Schmidt & Co. in der Fährmannstraße Nr. 16 unterhielt zum Vertrieb der Volks-Zeitung einen eigenen Autotransport. Zudem gab es dort auch eine Annahmestelle für Anzeigen in der Zeitung.[4]
Literatur
- Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928.
- Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen, Druck und Verlag, Klinkicht & Sohn, Meißen, 1929.
- Gerhard Steinecke: Unser Meißen 1929-2004, Meißner Tageblatt Verlag, 2004, ISBN 3-929706-09-5.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, ISBN: 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Gerhard Steinecke: Unser Meißen 1929-2004, Meißner Tageblatt Verlag, 2004, S. 40 und 41.
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, S. 388.
- ↑ Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928, S. 76 und 113.
- ↑ Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928, S. 113.