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Die Weisen aus dem Morgenlande, Aquarell von V. P. Mohn, 1884.
Illustration zum Märchen Sternentaler, 1882.

Viktor Paul Mohn (* 17. November 1842 in Meißen; † 17. Februar 1911 in Berlin]]) war ein Kunst- und Landschaftsmaler, Zeichner und Buchillustrator. V. P. Mohn war ein Künstler der Spätromantik. Ab 1847 wohnte die Familie in der Altstadt im Bahrmannschen Brauhaus unweit vom Tuchmachertor und der Frauenkirche.

Leben und Werk

Viktor Paul Mohn wurde 1842 als Sohn des Ratsmaurermeisters Johann August Mohn in Meißen geboren. Sein Zeichentalent wird bald entdeckt und gefördert. Den ersten Zeichenunterricht bekommt er in Meißen von den beiden Porzellanmalern an der Porzellanmanufaktur Eduard Naumann und Friedrich Wilhelm Schlechte. In der Zeit von 1858 und 1861 studiert er an der Dresdner Kunstakademie die Landschaftsmalerei und wird danach bis 1866 als letzter Schüler in das Atelier von Ludwig Richter aufgenommen. Mit V. P. Mohn unternimmt Ludwig Richter im Jahre 1861 eine Studienreise durch Nordböhmen und sie werden dabei von weiteren Schülern begleitet.

Von 1866 bis 1867 ging Mohn mit Albert Venus (1842-1871) nach Italien. Zwischen 1868 und 1869 kommt er erneut nach Italien und konnte dort seine Studienreise fortsetzen. Er hatte inzwischen für sein Bild Campagna di Roma das Große Sächsische Staatsstipendium erhalten. Wiederum wurde er auf der Reise von Albert Venus begleitet. In Rom traf er in der deutschen Malerkolonie auch auf Edmund Kanoldt, Friedrich Geselschap, Ascan Lutteroth und Anton von Werner. Es entstehen beispielsweise die Bilder Ostermorgen und Torre del Quinto bei Rom.

Im November1869 kehrt er nach Dresden zurück und vertritt zunächst den inzwischen erkrankten Ludwig Richter an der Kunstakademie. Später wird er dort Dozent und Stellvertreter in der Landschaftsklasse der Akademie. 1873 heiratet er Margarethe Gaber (1853-1928), die Enkelin von L. Richter und ab 1875 übernahm er das Meisteratelier von Richter zunächst stellvertretend. In dieser Zeit tritt V. P. Mohn mit L. Richter in einen ausgeprägten innigen Verkehr. Er bekam dadurch tiefe Einblicke in Richters Künstlerseele und viele Anregungen. In Schönpriesen bei Aussig (heute Ústí nad Labem) und an einer Villa in Dresden führte er 1875 sein Werk Die vier Jahreszeiten in Sgraffito-Technik aus. 1876 ist er mit Malereien im Dresdner Hoftheater beschäftigt. Ab 1881 illustriert er einige Kinderbücher für den Verlagsbuchhändler Georg Stilke in Berlin.

Das auf einer Berliner Kunstausstellung ausgestellte Bild Frühlingssonntag findet großen Beifall und V. P. Mohn bekommt daraufhin zahlreiche Aufträge. V. P. Mohn siedelt 1883 nach Berlin über und gibt dafür seine Professur an der Kunstakademie Dresden auf. Er wird in Berlin ab 1895 zum Professor der Königlichen Kunstschule berufen und ab 1905 wird er dessen Direktor. Zudem tritt er in den Senat der Berliner Akademie der Künste ein und wird 1910 zum Mitglied der Preußischen Landeskunstkommission ernannt.[1]

Viktor Paul Mohn starb im Alter von 68 Jahren am 17. Februar 1911 in Berlin. Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Dahlem. Seine Grabstätte blieb nicht erhalten.

Werke (Auswahl)

  • Apollo unter den Hirten, Gemälde um 1870.
  • Frühlingssonntag, Gemälde aus der Dresdner Umgebung bei Striesen, um 1870,
  • Italienische Landleute, Aquarell, 1878.
  • Aquarelle. Verschiedene Szenerien der Sächsischen Schweiz. Dresdner Kunstausstellung 1880.
  • Buchillustrationen in: Rübezahl und Christkind, 1883; Abenteuer und Schwänke, 1884; Fröhliche Jugend, 1886; Nesthäkchens Zeitvertreib, 1887; Weihnachtsmärchen, 1888.
  • Brüderchen und Schwesterchen, Aquarell, 1893.
  • Schneeweiss und Rosenroth, Aquarell, 1893.
  • Friedensengel mit Palmen, Friedensengel schwebend und Kreuzigung. Drei Kartons von 1899 als Vorlage für Glasmalerei. Ausgestellt auf der Großen Berliner Kunstausstellung.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Loose: Lebensläufe Meißner Künstler, Meißen, 1888, S. 66 bis 68.