Verein Meißner Kellner
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Der Verein Meißner Kellner, hatte sich um 1906 gegründet und ist in den Adressbüchern von Meißen bis zum Jahr 1908 nachweisbar. Offenbar gab es den Verein auch noch um 1910.[1]
Hintergründe
Kellner arbeiteten in dieser Zeit meist selbständig und wurden zur Bedienung der Gäste vom Wirt oder Besitzer einer Gaststätte auf Zeit als sogenannte „Lohnkellner“ angestellt. Nicht selten hatten die Kellner dabei mehrere Anstellungen gleichzeitig. Im Verein Meißner Kellner waren Lohnkellner organisiert und es wurden verschiedene Dienstleistungen für Gaststätten oder auch für private Feierlichkeiten angeboten. Dafür hielt der Verein neben dem Personal auch entsprechende Ausrüstungsgegenstände wie Geschirr, Tischwäsche und Gläser bereit.
Der Verein
Vorsitzender vom Verein war 1906 der Zigarrenfabrikant und Lohnkellner Ernst Gebauer, wohnhaft Nikolaisteg Nr. 8. Der Verein betrieb zudem ein Vereinsbüro in der Meißner Altstadt im Wohnhaus Martinstraße Nr. 2.
Dienstleistungen
Das im Verein Meißner Kellner organisierte Lohnkellner-Personal garantierte eine saubere, nüchterne und sachgemäße Ausführung aller in das Fach einschlagenden Arbeiten zu. Das Personal konnte jederzeit zu Veranstaltungen aber auch von „Hohen Herrschaften“ angemietet werden. Für größere Feste hatte der Verein ein eigenes Tafelgeschirr für bis zu 120 Personen vorrätig. Alles wurde aber auch bei Bedarf in kleineren Mengen verliehen. Laut einer Werbeanzeige aus dem Jahre 1906 hatte man Tischwäsche wie Tischdecken, Servietten, Bestecke aus Alpaka-Silber, ein komplettes Tafelgeschirr und verschiedene Gläser vorrätig.
Literatur
- Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Stadt Meißen und der Vororte Bohnitzsch, Fischergasse, Hintermauer, Korbitz, Lercha, Neudörfchen, Niedermeisa, Obermeisa, Oberspaar, Questenberg und Zscheila, 1906 und 1908.
Einzelnachweise
- ↑ Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Stadt Meißen und der Vororte Bohnitzsch, Fischergasse, Hintermauer, Korbitz, Lercha, Neudörfchen, Niedermeisa, Obermeisa, Oberspaar, Questenberg und Zscheila, 1906 und 1908 S. XXX.