VEB Meissner Schuhfabrik
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Der VEB Meissner Schuhfabrik, gehörte einst mit zur bedeutenden Schuhindustrie der Stadt Meißen. Die Schuhfabrik befand sich auf dem Grundstück der Hermann-Grafe-Straße Nr. 30 im Stadtteil Zaschendorf.
Geschichte
Der VEB Meissner Schuhfabrik firmierte sich aus der am 30. Juni 1946 enteigneten Schuhfabrik Hermann Backofen ehemals Schuhfabrik Hermann Möbius. 1950 nannte sich der Betrieb „Meissner Schuhfabrik VVB-SLV-Elbe“. Hergestellt wurden vorwiegen Herrenschuhe. Im Jahre 1954 beschäftigte die Fabrik 700 Mitarbeiter. Das längs zur Hermann-Grafe-Straße neuerrichtete Sozialgebäude konnte am 23. Dezember 1955 seiner Bestimmung übergeben werden. 1970 galt der VEB Meissner Schuhfabrik als Leitbetrieb für die Herrenschuhproduktion in der DDR und hatte umfangreiche Exportaufträge. Im Jahre 1979 konnte der Bau einer Schaftmontagehalle vollendet werden. Zur Meissner Schuhfabrik zählten noch die Zweigwerke in Döbeln, Roßwein, Falkenberg, Dresden und Radebeul. Zudem gab es die Produktionsstätten im Meißner Stadtteil Triebischtal an der Talstraße Nr. 5b sowie in Riesa, Großenhain und Pirna.
1989 produzierten im Stammwerk an der Meißner Hermann-Grafe-Straße noch 666 Beschäftigte ca. 1 Mio. Paar Schuhe. Im Jahre 1994 wurde der Betrieb von der Treuhandanstalt symbolisch an einen Investor verkauft und im Oktober 1995 wurde sämtlichen Mitarbeitern gekündigt.
Am 14. März 1996 kaufte die Firma Ströber & Co. aus der Konkursmasse das bewegliche Inventar und mietete die Halle der ehemaligen Schaftmontage an. Es wurden dort noch bis 2008 Herrenschuhe hergestellt.[1]
Verkauf und Werbung
Der VEB Meissner Schuhfabrik betrieb einen eigenen Fabrikverkauf in Meißen. In der Empfangshalle vom Bahnhof Meißen gab es kleine Schaufenster in denen Schuhwaren ausgestellt waren. Zudem gibt es an einer Dresdner Hausfassade in der Hechtstraße noch heute eine Werbe-Leuchtreklame, welche unter Denkmalsschutz steht.
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax, Beucha 2009, S. 296.