VEB Felsenkellerbrauerei Meissen

Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.

Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

Bierdeckel.

Der VEB Felsenkellerbrauerei Meissen war eine Bierbrauerei in der Altstadt. Die Brauerei befand sich auf dem Grundstück Jüdenbergstraße Nr. 2. Am 14. Mai 1991 wurde die Felsenkellerbrauerei geschlossen. Die Gebäude wurden 1997 abgerissen. Die Sprengung vom Brauerei-Schornstein war am 23. Mai 1997.

Geschichte

Auf dem Gelände befand sich bis 1946 noch die Bierbrauerei Stephan und Sohn welche nach dem Zweiten Weltkrieg am 30. Juni 1946 enteignet wird. Die Brauerei firmierte sich nun unter den Namen VEB Felsenkellerbrauerei Meissen. Ab 1. Januar 1969 gehört die Felsenkellerbrauerei als „Werk Meißen“ zum Kombinat „Dresdner Brauereien“.

Am 31. März 1972 wurde die Meißner „Schwerter-Brauerei A.-G.“ enteignet. Sie gehört fortan auch mit zur Felsenkellerbrauerei und wird ab 1975 als VEB Felsenkeller-Brauerei, Betriebsteil Brauhausstraße geführt. Noch 1989 wurden dort mit 32 Mitarbeitern insgesamt 71 000 hl Bier gebraut.

Bereits ab dem 13. April 1964 hatte sich die Felsenkellerbrauerei durch Einsatz einer modernen Abfüllanlage auf das Abfüllen von Flaschenbier für den Handel spezialisiert. Die Schwerterbrauerei im Stadtteil Cölln lieferte dagegen nur noch Fassbier an die Gaststätten. Ab 1984 wird in der Felsenkellerbrauerei nur noch das Bier aus den Dresdner Brauereien abgefüllt. Zum Beispiel wurden 1983 noch 12 000 hl Bier abgefüllt. Das abgefüllte Flaschenbier bekam in dieser Zeit von den Einwohnern den Namen „Meißner Flockenwirbel, schaumgebremst“ verliehen.

Eine Unbedachtheit war 1982 die Werbebotschaft "150 Jahre VEB Felsenkeller Brauerei Meissen" (siehe Foto), die auf Bierdeckeln, Ehrenteller oder Bierkrüge gedruckt wurde. Der "VEB" (Volkseigener Betrieb) war natürlich keine 150 Jahre alt.

Ab 1990

Am 1. Juli 1990 firmierte sich der ehemalige VEB Felsenkellerbrauerei Meissen unter der Kapitalgesellschaft „Sächsische Brauereien“ als Meißner Filialbetrieb „Getränkegroßhandel“. Am 14. Mai 1991 wird der Betrieb geschlossen und das Grundstück wird von der Stadt Meißen aufgekauft. Auf dem Gelände der ehemaligen Felsenkellerbrauerei entsteht das „Bildungszentrum der Bundesagentur für Arbeit“. Baubeginn war im Juli 1997 und die Einweihung fand am 21. Juli 1999 statt.[1][2]

Wandbild

Ein gemaltes Wandbild am Haus Görnische Gasse Nr. 27 zeigte bis in die 1990er Jahre hinein Szenen aus der Herstellung von Bier. Bei der Sanierung vom Haus ist das Wandbild entfernt worden.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Chronik 1989-1996. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1996, S. 46 und 121.
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 37 und 42 bis 44.