Und weiter fließt der Strom (Roman)

Das Buch Und weiter fließt der Strom ist ein historischer Roman von Max Großmann aus dem Jahre 1965. Es erschien in der Erstauflage im Verlag der Nation Berlin. Die ersten 50 Exemplare enthielten ein Widmungsblatt mit der eigenhändigen Signatur von Max Großmann. Die 2. Auflage erschien bereits 1966.
Der Roman
Der Autor beschreibt im Roman die alte Elbestadt Meißen so wie sie sich dem Reisenden um 1840 einmal dargeboten haben mag. Er führt dabei den Leser durch die winkligen Gassen mit den alten Bürgerhäusern, die umgeben von Weinbergen sind, und er beschreibt auch die darin märchenhaft erscheinende Silhouette von Albrechtsburg und Dom.
Um 1840 beginnt die Handlung und der Autor schildert zunächst das ruhig dahinfließende Alltagsleben der wohlhabenden Bürger, das umgeben ist von Schützenfesten, Märkten und Familienfeiern. Ein wenig Abwechslung bringt dabei der obligatorische sonntägliche Frühschoppen. Aber trotzdem sind einige Gegensätze in dieser verträumten Welt deutlich spürbar. Die gemütlich über die Landstraße schaukelnde Postkutsche begegnet inzwischen nicht nur Fuchs und Hase, sondern auch seit 1837 dem fauchenden Ungeheuer auf der Schiene, der Eisenbahn.
M. Großmann hat im Roman immer wieder aufschlussreiches und kulturgeschichtliches Tatsachenmaterial verarbeitet und mit eingebunden. Im Mittelpunkt stehen dabei bekannte Persönlichkeiten der Meißner Geschichte wie beispielsweise Louise Otto-Peters die Begründerin der bürgerlichen Frauenbewegung, der Meißner Bürgermeister oder der Abgeordnete der Frankfurter Nationalversammlung Carl Hugo Tzschucke. Die im Text eingebundenen Zeichnungen und Grafiken liefern dem Leser zusätzliche geschichtliche Informationen und außerdem noch so manchen interessanten Einblick in die Meißner Altstadt.
Fazit: Der Autor erzählt spannend ein Stück Meißner Geschichte und er berichtet zudem über die Menschen, welche einst mit ihrer Stadt lebten. Der Autor schuf dabei gleichzeitig ein liebenswertes Bild seiner Heimatstadt.