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Die Trinitatiskirche.
Blick zum Altar.

Die Trinitatiskirche befindet sich auf dem Zscheilaberg auf dem Areal vom Trinitatisfriedhof in Zscheila im Meißner Stadtteil Cölln. Die evangelisch- lutherische Kirche ist eine markante Landmarke und weithin sichtbar. Die Trinitatiskirche gehört mit zur Sachgesamtheit Trinitatiskirche mit Kirchhof und gilt als Kulturdenkmal.

Die Kirche wird bereits 1670 der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht, erhält allerdings erst ab der Eingemeindung von Zscheila nach Meißen im Jahre 1914 den Namen „Trinitatiskirche“.

Geschichte

Es handelt sich um einen einschiffigen Kirchenbau mit Turm an der Westseite und geraden Abschluss nach Osten. Dazu gibt es einige Anbauten. Der aus zwei Jochen bestehende Chor wurde etwa in der Mitte des 13. Jahrhunderts mit einem Kreuzgewölbe und Fresko-Malereien errichtet. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg erfolgte zwischen 1667 und 1669 eine durchgreifende innere und äußere Erneuerung. Der Kirchenpatron Peter Werderman, nach welchem die Werdermannstraße benannt ist, stiftete 1667 ein Geläut mit vier Glocken. Drei dieser Glocken sind bis heute erhalten geblieben und wurden nach der Restaurierung am 18. Mai 2004 wieder aufgezogen. Bereits ab 2003 hatte man die Glockenanlage erneuert und ergänzt.

Nach den Bauarbeiten 1670 wurde die bis dahin dem Heiligen Georg geweihte Kirche schließlich der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Die ab 1667 erfolgten Umbauten lassen nun das Bauwerk als schlichte Barockkirche erscheinen. Der erhalten gebliebene Taufstein wird heute der Zeit um 1600 zugeschrieben und ist ein Werk vom Meißner Bildhauer Balthasar Barthel.

Das Patronat über die Kirche stand nach der Reformation dem Kurfürsten zu und wurde durch Peter Werdermann vom Prokuraturamt Meißen käuflich erworben. Im Jahre 1698 wird es allerdings wieder von der Prokuratur zurückgekauft. Die Trinitatiskirche war einst die Pfarrkirche für die damals noch selbstständigen Gemeinden Zscheila, Bohnitzsch, Niederfähre, Proschwitz, Winkwitz und Rottewitz. Im Jahre 1886 hatte man den Kirchhof zunächst um einen Teil und 1894 um den gesamten ehemaligen Pfarrweinberg nach Osten erweitert.[1] In den Jahren 2011/2012 wurde das Innere der Trinitatiskirche saniert. Dabei wurde der Fußboden, die Heizung, die Elektroanlage und die Innenausmalung erneuert oder restauriert.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 346 und 347.