Trinitatisfriedhof


Der Trinitatisfriedhof befindet sich auf dem Zscheilaberg an der Trinitatiskirche im Meißner Stadtteil Cölln. Die Kirche ist dabei eine markante Landmarke und weithin sichtbar.
Geschichte
Im Jahre 1670 wird die Kirche von Zscheila der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Der Kirchhof wurde 1886 und 1894 um den gesamten ehemaligen Pfarrweinberg nach Osten erweitert. In der Nähe vom Eingang befindet sich das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Ein Würfel aus Meißner Granit ist umgeben von vier Säulen. Auf der Oberseite vom Würfel ein Eisernes Kreuz. Der Würfel symbolisiert dabei einen Altar über dem ein Adler mit 1,50 m Flügelspannweite schwebt. Der Adler wurde in der Ernst Teichert G. m. b. H. hergestellt, der Entwurf ist vom Bildhauer Max Dittert.[1]
In weiteren 39 Soldatengräbern sind die in den letzten Kriegstagen im April 1945 beim Kampf um Zscheila gefallenen deutschen Soldaten bestattet. Die Stahlhelme, welche auf den schlichten Holzkreuzen lagen wurden erst nach 1990 offenbar gestohlen. Im Jahre 2002 erfolgte eine Umgestaltung der Grabanlage.
Der zum Friedhof führende Weg trug einst den Namen „Kirchweg. Nach der Eingemeindung von Zscheila nach Meißen wurde der Name am 3. Juli 1914 in Trinitatiskirchweg umbenannt.[2]
Sonstiges
Unmittelbar neben dem Trinitatisfriedhof befindet sich ein sowjetischer Ehrenhain (Sowjetischer Ehrenfriedhof) mit einem Denkmal aus rotem Meißner Granit. Hier wurden insgesamt 463 Opfer des Zweiten Weltkrieges bestattet. Der gesamte Friedhof wurde vom Herbst 1998 bis zum Frühjahr 2000 durch die Stadt Meißen, den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und die Bundeswehr aufwendig saniert.
Literatur
- Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen, Druck und Verlag, Klinkicht & Sohn, Meißen, 1929.
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.