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Triebisch-Hochwasser 1980.

In der Geschichte der Stadt Meißen kam es immer wieder zu einer sogenannten Triebisch-Hochflut. Die Triebisch-Hochfluten sind meistens gefährlicher als eine Elbe-Hochflut. Als Folge von Starkregen kann der Pegel der Triebisch sehr schnell ansteigen. Die Triebisch entwickelt sich dabei in kürzester Zeit zum reißenden Fluss. In früheren Zeiten wurden bei den Hochfluten fast immer alle Triebischstege und Triebisch-Brücken beschädigt oder gar von den Fluten ganz weggerissen. Hochwasserwarnungen waren stets zu spät oder gar nicht eingetroffen.

Von Überschwemmungen betroffen sind meist die Straßen der Ossietzkystraße, Talstraße und Neugasse. Im Altstadtgebiet werden nicht selten vom reißenden Strom der Triebisch auch der Roßmarkt, der Kleinmarkt, der Heinrichsplatz sowie der Theaterplatz überflutet.[1]

Triebisch-Hochfluten (Auszug)

Bereits in den alten Chroniken wird über schwere Hochfluten der Triebisch berichtet.

  • 24. August 1447: Bei der Hochflut wird der Steg an der Nikolaikirche fortgerissen. Dabei ertrinkt eine schwangere Frau in den Fluten.
  • 5. August 1508: Nach anhaltenden Starkregen schwillt die Triebisch stark an. Die Walkmühle und einige Scheunen werden vom Strom fortgerissen.
  • 1524 werden einige Wassermühlen durch ein „außerordentlich großes Wasser“ zerstört.
  • 30./31. Juli 1860: Ein Wolkenbruch in der Nacht zerstört alle Stege über die Triebisch. Auch die bereits 1826 erbaute steinerne Fleischbrücke wird von den Fluten fortgerissen.
  • 30. Juli 1897: Bei der Hochflut werden Teile der Talstraße an der Jutespinnerei und Weberei und auch einige neuerrichtete Häuser an der Wettinstraße weggerissen.
  • Die Hochflut am 7. August 1905 war fast so hoch wie die von 1897. Sie richtete allerdings durch den Ausbau des Triebischbettes nur wenige Schäden an.
  • 29./30. Mai 1941: Der Wolkenbruch in der Nacht führte zu Erdrutschen und auch die Gleisanlagen vom Bahnhof Meißen Triebischtal waren unterspült. Die Uferbereiche an der Wettinstraße wurden teilweise weggerissen.
  • Verheerende Hochflut der Triebisch nach anhaltenden Starkregen am 12./13. August 2002. Die Hochwasserschadensbeseitigung und anschließende Sanierungsmaßnahmen der Ufermauern dauerten noch bis zum Jahre 2007 an. Die sogenannte Blaue Brücke im Triebischtal wurde bei der Hochflut 2002 durch Treibholz aus der Verankerung gerissen und abgetrieben. Eine neue stabile Brücke war am 31. Oktober 2003 fertiggestellt. Die Brücke Erlichtsteg musste ebenfalls ersetzt werden.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 119, 151 und 194.
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 131 und 132.