Theodor Grust
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Theodor Grust (* 27. August 1857 in Meißen; † 9. November 1919 in Meißen) war ein Kunst- und Genremaler sowie ein Porzellanmaler und Manufakturist. Er war von 1905 bis 1909 Malerleiter an der Porzellanmanufaktur Meißen.[1] Er entwirft an der Manufaktur im Triebischtal beispielsweise den Dekor „Misnia“ und bei der Wiederherstellung vom „Fürstenzug“ in Dresden auf Porzellanfliesen, überträgt man Th. Grust 1905/06 die künstlerische Leitung.
Leben und Werk
Theodor Grust wurde in Meißen geboren. Er erhält zunächst eine akademische Ausbildung als Kunstmaler an der Kunstakademie in Dresden. Dort ist er zeitweise ein Schüler von Theodor Grosse, wechselt jedoch im Jahre 1886 nach München. Von München aus unternimmt er Studienreisen nach Belgien und in die Niederlande.
Im Jahre 1898 kehrte Th. Grust nach Meißen zurück und wird probeweise zur Unterstützung des Malereivorstehers Sturm an der Königlichen Porzellan-Manufaktur Meißen eingestellt. Später wird er dort Malerleiter. Zur Weltausstellung im Jahre 1900 in Paris bekommt er die Große Silberne Medaille verliehen. In dieser Zeit entwirft er zahlreiche Formen und Dekore. Bekannt werden dabei der „Bügeldekor“, der „Kleeblattdekor“ und der Dekor „Misnia“. Zudem ist Th. Grust auch als Kunstmaler tätig und bekannt. Sein Portrait-Ölgemälde „Sonnenschein“ auf Leinwand gehört mit zu den bekanntesten Werken. Mit Vorliebe stellt er in seinen Werken immer wieder Szenen des kleinbürgerlichen Genres dar.
Im Adressbuch der Stadt Meißen aus dem Jahre 1910 wird Theodor Grust als Kunstmaler und Inspektor der Königlichen Porzellan-Manufaktur aufgeführt. Er bewohnte in dieser Zeit die 2. Etage im Haus Martinstraße Nr. 8. Theodor Grust verstirbt am 9. November 1919 in Meißen.
Literatur
- Johannes Just: Meissener Jugendstil Porzellan. Leipzig: Edition Leipzig, 1983, ISBN 3-570-09020-5.
- Martina Fischer und Stefan Förster: Manufakturisten als freie Künstler, in Manufakturisten als Bürger der Stadt Meißen, Schriftenreihe des Stadtmuseums Meißen, Heft 7, 2011.
Einzelnachweise
- ↑ Martina Fischer und Stefan Förster: Manufakturisten als freie Künstler, in Manufakturisten als Bürger der Stadt Meißen, Schriftenreihe des Stadtmuseums Meißen, Heft 7, 2011, S. 94.