Städtische Gasmarken
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Gasmarken waren Wertmarken aus Metall, die man entweder direkt beim Städtischen Gaswerk im Triebischtal oder in einigen Geschäften der Stadt Meißen erwerben konnte. Die Marken mussten Zuhause in den Gaszähler gesteckt werden, um Stadtgas zu beziehen.
Hintergrund
In den am Gaszähler (Münzgasmesser) angebrachten Einwurfschlitz musste die Marke gesteckt werden. Je nach Wert der Marke strömte danach eine bestimmte Anzahl an Litern Stadtgas durch das Gasrohr in die Wohnung. War das bezahlte Kontingent aufgebraucht, wurde der Gasdurchlauf wieder automatisch gestoppt. Für die Aufnahme der Gasmarken war am Zähler ein mit einem Schloss verriegelter Kasten angebracht in dem die Marken wie in einer Kasse gesammelt wurden. Durch die Mitarbeiter vom Gaswerk wurden diese Kästen regelmäßig geleert. Bei der Leerung wurde zeitgleich der Zählerstand der Gasuhr registriert und verglichen. Missbrauch wurde bestraft.
Trotzdem wurde immer wieder manipuliert oder gar gefälscht. Besonders Knöpfe und zurechtgefeilte Metallscheiben wurden dafür genutzt. Um Fälschungen vorzubeugen wurde die Gestaltung sowie das Metall der Marken öfters geändert.
Die Marken
- Es gab Marken aus Messing vom Ferngaswerk Meissen mit der Aufschrift „NUR FÜR MÜNZGASMESSER“. Auf der Rückseite ist das große Meißner Wappen abgebildet. Die Marken haben einen Durchmesser von 22,2 mm.
- Es gab Marken mit der Aufschrift „STÄDT. GASWERK MEISSEN NUR FÜR MÜNZGASMESSER. Auf der Rückseite ist das große Meißner Stadtwappen abgebildet. Die Marken sind aus Messing oder Zink und haben einen Durchmesser von 23,2 mm.
Es gibt Marken mit und ohne zentrale Lochung. Es kommen 3-eckige Lochungen und Sternlochungen vor.