Spielwaren-Holze & Sohn GmbH

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Werbeanzeige Spielwaren-Holze um 1950.

Die Spielwaren-Holze & Sohn GmbH war ein Spezialbetrieb für Spielzeugzubehör in Meißen. Die Fertigung von Zubehör für Wildwest-Spielzeugfiguren und diversen Masse-Landschaften befand sich im Haus Fleischergasse Nr. 13 in der Altstadt von Meißen.[1] Geschäftsinhaber war der gelernte Schlossermeister Kurt Holze (1909-1976).

Geschichte

Im Juni 1945 meldete Kurt Holze ein Gewerbe für den Handel mit „Wirtschafts-, Galanterie- und Spielwaren“ an. Einige Jahre später stellte er den Antrag auf Erweiterung seines Gewerbes mit An- und Verkauf und dem Tausch von gebrauchten Spielwaren, kompletten Eisenbahnanlagen, diversen Modellbauteilen sowie einer „Puppenklinik“. Daraufhin eröffnete er um 1948 sein erstes Spielwarengeschäft in Meißen. Zunächst war Kurt Holze in der Dresdner Straße Nr. 53 ansässig. Ab 1950 gibt es das Spezialgeschäft „Spielwaren-Holze“ in der Fleischergasse Nr. 13. Dort befindet sich die Herstellung der Spielwaren und das Verkaufs-Geschäft bis zur Schließung im Jahre 1972.

Auch sein Sohn Manfred Holze (1941-1990) arbeitete bis 1967 für ca. drei Jahre mit im väterlichen Betrieb. An einigen Modellen findet man in dieser Zeit auf der Unterseite den Firmenstempel „Holze & Sohn“.

Begehrtes Zubehör

K. Holze hatte zunächst in der Dresdner Straße Nr. 53 das Zubehör (Gebäudemodelle wie Bahnhöfe, Häuser, aber auch Bäume und Signale aus Holz) für Modellbahnanlagen hergestellt.[2] Später in der Fleischergasse Nr. 13 der Altstadt stellte man vorwiegend Geländeteile wie Höhlen, Holztürme, Leitern etc. für Wildwest-Spielzeugfiguren her. Zudem waren auch komplette Felsenlandschaften, Dörfer mit Rundhütten sowie Forts und Blockhütten im Angebot. Ab etwa 1957 waren in der Firma drei Mitarbeiter beschäftigt, welche die Wildwest-Spielzeugmodelle gestalteten und farbig bemalten. Die hergestellten Modelle erfreuten sich schnell einer großen Beliebtheit. Neben dem Verkauf im eigenen Ladengeschäft lieferte K. Holze seine Erzeugnisse auch nach Dresden, Bautzen und in die nähere Umgebung.

Eigene Kreationen

Die Spielzeugmodelle bestanden zunächst aus Papiermaché. Als Untergrund dienten Hartfaserplatten. Später verwendete man anderes Material. Kurt Holze entwickelte offenbar eine besondere Masse zur Gestaltung seiner Modelle. Seine buntbemalten Höhlen, Grotten und Landschaften entstanden ab den 1960er Jahren aus dieser Masse. Produkte von „Spielwaren-Holze“ waren entsprechend massiver und schwerer als die Modelle anderer Hersteller.

Im Jahre 1972 wurde das Ladengeschäft geschlossen und zwei Jahre später gibt Kurt Holze sein Gewerbe auf. Die Auslagen in den beiden Schaufenstern der Fleischergasse bleiben jedoch noch eine Weile bestehen. Heute sind besonders die Wildwest-Spielzeugmodelle aus der Produktion der Firma „Spielwaren-Holze“ zur gesuchten Rarität geworden.

Literatur

  • Verschiedene Ausgaben vom „Sachsenbuch – Sächsisches Landesadressbuch“.
  • Adressbuch Meißen 1950, Einwohnerverzeichnis S. 32 und Branchenteil Meißen S. 19.

Einzelnachweise

  1. Adressbuch Meißen 1950, Einwohnerverzeichnis S. 32 und Branchenteil Meißen S. 19.
  2. Sachsenbuch – Sächsisches Landesadressbuch, 1949, Warenteil L-Z, S. 1611.