Seelensteig
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Der Seelensteig ist ein Stufenweg in der Altstadt von Meißen. Er führt von der Jüdenbergstraße zur Freiheit. Der Seelensteig mündet am oberen Abschnitt auch in die Superintendenturstufen ein. Es gibt am Stufenweg nur ein Haus (Nr. 2). Der Weg wurde erstmalig 1357 urkundlich erwähnt. Den Namen bekam der Stufenweg offenbar nach dem einst dort gelegenen „Seelenhaus“.
Auch das Seelenhaus wird urkundlich erstmals im Jahre 1357 erwähnt. Die als „Beghinen“ bezeichneten meist älteren weiblichen Bewohner des Seelenhauses waren einer klösterlichen Lebensart unterworfen. Wohltätige Stiftungen zugunsten von Witwen und alleinstehenden Frauen hatten die „Seelenhäuser“ eingerichtet.
Die Beghinen hatten dabei durch Handarbeit oder Tätigkeiten in der Krankenpflege, zu ihren Unterhalt beizutragen. Sie verrichteten aber auch für ein testamentarisches zugesichertes Almosen Gebete für die Seelen bereits Verstorbener. Im Jahre 1279 werden „Beghinen“ erstmals in Meißen urkundlich erwähnt.
Die Beghinen verlegte man 1599 aus dem baufälligen Seelenhaus in die Wasserburg.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, ISBN: 978-3-86729-013-5, S. 299.