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Schul-Sparmarken.
Werbe-Stundenplan zum Schulsparen.

Das Schulsparen wurde auch an den Polytechnischen Oberschulen der Stadt Meißen gemeinsam mit den „Deutschen Sparkassen“ der DDR ab 1950 bis zum Ende der 1960er Jahre durchgeführt. Es gab verschiedene Werbesprüche wie: „Spare in der Schule“, „Spart schon in der Schule“ oder „Spart in der Schule!“. Ein weiterer Werbeslogan war „Sinnvoll planen – Kraftvoll handeln – und beharrlich sparen“.

Sparen in der Schule

In den Schulen, als Beispiel dient hier die Triebischtalschule, gab es einmal in der Woche einen sogenannten „Spar-Tag“. Gespartes Geld konnte dann beim „Schulsparlehrer“ (meist Klassenlehrer) eingezahlt werden. Es wurden Beträge von 0,10, 0,20, 0,50 und 1.- MDN (Mark der Deutschen Notenbank) angenommen. Für den eingezahlten Betrag bekam man eine oder mehrere „Sparmarken“ ausgehändigt, die in die persönliche „Schul-Sparmarken-Karte“ eingeklebt wurden.

Die Sparkarte

Auf der Schul-Sparmarken-Karte waren Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Wohnort und Straße mit Hausnummer vermerkt. Die Karte war in Zwanzig-Markenfelder aufgeteilt. Es konnte somit ein Höchstbetrag von 20 Mark je Karte angespart werden. War die Karte voll konnte der Sparbetrag bei jeder Sparkasse im Beisein der Eltern auf ein Sparkonto oder Sparkassenbuch eingezahlt werden. Der Betrag konnte jedoch auch in bar eingelöst werden. Auf jeder Karte war zudem vermerkt:

Gegen Rückgabe dieser Karte wird dem Inhaber der Wertbetrag der aufgeklebten Marken von jedem Kreditinstitut als Spareinlage gutgeschrieben und verzinst.

Das Einzahlen und Einlösen vom Sparbetrag war grundsätzlich gebührenfrei. Ab den 1970er Jahren wurde das Schulsparen von den Sparkassen nicht mehr angeboten.

Geschenke für Schulsparer (Auswahl)

Das Schulsparen wurde durch die Sparkassen beworben und man verschenkte nützliche Dinge an die Schüler. So stellten beispielsweise Werbeflyer aus dem Jahre 1966 die Tierwelt der Kontinente vor. Es gab aber auch noch andere Werbeprodukte.

  • „Europa – Landschaft und Tiere“ (Werbeflyer)
  • „Arktis – Tierleben zwischen Eis und Schnee“ (Werbeflyer)
  • „Nordasien – Auf Pirsch in Taiga und Steppe“ (Werbeflyer)
  • „Südasien – im Dschungel der Tiger“ (Werbeflyer)
  • „Amerika“ (Werbeflyer)
  • „Australien – das lebende Tiermuseum“ (Werbeflyer)
  • „Antarktis – Zu Gast bei den Pinguinen“ (Werbeflyer)
  • „Austragungsorte der Olympischen Spiele seit 1896“ (Stundenplan)
  • „Baustile aus einem Jahrtausend“ (Stundenplan)
  • „Uniformen der NVA“ (Stundenplan)
  • „Die 12 Tierkreiszeichen“ (Stundenplan)
  • „Wie spät ist es Anderswo?“ (Stundenplan)
  • „Früchte der Heimat“ (Stundenplan)
  • „Früchte des Südens“ (Stundenplan – Sparen trägt Früchte! Spare schon in der Schule!)
  • „Giftige Pflanzen“ (Stundenplan)
  • „Sammelt Heilkräuter“ (Stundenplan)

Es gab Quartett-Kartenspiele, Lesezeichen mit Bildern von Olympiasiegern und auch Lineale, welche mit ihrer Aufschrift zum Sparen in den Schulen aufriefen.[1]

Literatur

  • Henning Huschka: Ersatzgeld und Geldähnliche Belege in der DDR, Edition M&S Münzen & Sammeln, Zweite Auflage, 2013.

Einzelnachweise

  1. Verschiedene Werbeflyer, Prospekte und Stundenpläne mit Werbung der Deutschen Sparkassen. Privatarchiv.