Schuhmacher Hermann Findeisen

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Werbeanzeige vom Schuhmachermeister Hermann Findeisen um 1893.

Der Schuhmacher Hermann Findeisen, eigentlich „Emil Hermann Findeisen“, war um 1893 ein Schuhmachermeister mit Ladengeschäft in der Altstadt von Meißen. Das Geschäft wurde von E. H. Findeisen geführt und befand sich im Wohnhaus Görnische Gasse Nr. 2 in der Nähe vom Hundewinkel.[1] 277

Das Unternehmen

Das Schuhwarengeschäft von E. H. Findeisen ist in den Meißner Adressbüchern von 1893 bis 1921 nachweisbar. Er hatte vermutlich um 1890 das Schuhmachergeschäft von Friedrich August Juhr an der Görnischen Gasse Nr. 277 (später Haus Görnische Gasse Nr. 2) übernommen.

Das Geschäft hatte damals nach eigenen Angaben das größte Lager mit fertigen Schuhwaren. Maaßanfertigungen von Schuhen oder auch Stiefel für Damen und Herren wurden angeboten. Es gab zudem eine Reparaturwerkstatt und man verkaufte Zubehör wie Schnürbänder und Schuhwichse. Man versprach außerdem „Billigste Preise und eine prompte Bedienung“.

Ab 1898/99 wird das Schuhwarengeschäft am Roßplatz (heute Roßmarkt) im Wohnhaus Roßmarkt Nr. 9 aufgeführt. Ab 1914 betreibt E. H. Findeisen auch noch eine „Pilzauskunftsstelle“ im Schuhgeschäft. Im Jahre 1921 ist er mit dem Geschäft in die damalige Moltkestraße Nr. 3 (heute Wohnhaus Melzerstraße Nr. 3) in den Stadtteil Cölln gezogen. Im Meißner Adressbuch aus dem Jahre 1924 wird ein Schuhwarengeschäft E. H. Findeisen nicht mehr aufgeführt. Vermutlich wurde das Geschäft in dieser Zeit aufgegeben.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Adreß- und Geschäfts-Handbuch für Meissen-Cölln, Hintermauer, Questenberg, Neudörfchen, Ober- u. Niedermeisa, Fischergasse, Ober- u. Niederspaar, Ausgabe 1893, S. 72.
  2. Adressbuch der Stadt Meißen, 1893 bis 1924.