Schottenbergtunnel
Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.
Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

Die Schottenbergtunnel ist im Stadtgebiet von Meißen ein Straßentunnel mit drei Fahrstreifen. Zwei Fahrstreifen sind für den Verkehr bergwärts vorgesehen. Der Tunnel wurde im Verlauf der B 101 angelegt und soll die Meisastraße und Jahnastraße vom Durchgangsverkehr entlasten. Der Tunnel ist mit einer Neigung von 5 % Deutschlands steilster Tunnel.
Geschichte
Vorbereitung zum Tunnelbau gab es bereits ab dem 26. Juni 2003 am linkselbischen Brückenkopf der Elbtalbrücke. Dort musste für den Bau ein ehemaliges Fabrikgrundstück abgerissen werden. Anfang April 2004 wurde an der Fischergasse die Tunnel-Baustelle errichtet. Der von der Leipziger Straße abgehende Rettungsstollen wurde ab Ende Mai 2004 mit konventioneller Bohrtechnik einige Meter in den Berg vorgetrieben und am 25. Juni 2004 erfolgte dort die erste Probesprengung um 13:05 Uhr. Die historischen Gebäude auf dem Burgberg waren dabei nicht gefährdet. Bei späteren Sprengarbeiten wurden allerdings am Meißner Dom die Grenzwerte in einzelnen Fällen überschritten. Ein zeitlicher Zusammenhang mit den erfolgten Sprengarbeiten bestand jedoch nicht. Im Verlauf der Tunnelarbeiten traten Gebäudeschäden (Rissbildungen) am Lehmberg auf.
Tunnelbau
Der offizielle (Tunnelanschlag) Baubeginn war am 13. Juli 2004 mit einer symbolischen Sprengung. Am 24. März 2005 war dann der bergmännische Vortrieb vom Rettungsstollen abgeschlossen und am 29. März 2005 war der Beginn zur Freilegung des Rettungstunnels von der Baugrube im Drosselgrund aus. Am 30. März 2005 erfolgte der Durchschlag des Rettungstunnels und am 7. Juli 2005 erfolgte mit einer publikumswirksamen Sprengung der Durchschlag des Haupttunnels. Am 14. April 2007 konnte der Tunnel der Bevölkerung im Rahmen eines Tunnelfestes vorgestellt werden.
Verkehrsfreigabe
Am 2. Mai 2007 war die offizielle Verkehrsfreigabe des Schottenbergtunnels. Die ersten Fahrzeuge rollten kurz vor 12:00 Uhr durch den Tunnel. Gleichzeitig wurde dabei der durch das Meisatal führende Abschnitt der B 101 nun zur Kreisstraße K 8070. Die gesamten Bauarbeiten verzögerten sich wegen den schwierigen geologischen Verhältnissen um etwa ein Jahr. Die Bauleitung bestand aus 13 Personen und hatte ihren Sitz in der Leipziger Straße Nr. 54. An der Vortriebsstelle wurde im Schichtbetrieb gearbeitet. Schon zu Beginn der Baumaßnahme hatte man den Namen „Schottenbergtunnel“ verwendet.
Technische Daten
- Länge des Haupttunnels: 718,80 m.
- Länge des Rettungstunnels: 770 m. Der Rettungstunnel ist dabei aller 150 m über insgesamt vier Querschläge mit dem Haupttunnel verbunden.
- Baukosten: ca. 35 Mio. Euro, davon Rohbau ca. 28 Mio. Euro.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha, 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax-Verlag, Beucha 2009, S. 294.