Schokoladengeschäft Gustav Kuhn

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Werbeanzeige vom Meißner Schokoladengeschäft Gustav Kuhn um 1902.

Das Schokoladengeschäft Gustav Kuhn war ein Geschäft für Schokoladenspezialitäten in Meißen. Der Inhaber führte zwei Verkaufsstellen. Die Hauptfiliale befand sich um 1906 im Wohnhaus Talstraße Nr. 17 im Stadtteil Triebischtal. Die Filiale befand sich dagegen in der Altstadt im Wohnhaus Neugasse Nr. 10. Die Filiale in der Neugasse kam erst um 1905 hinzu.[1]

Das Unternehmen

Das Schokoladengeschäft ist in den Meißner Adressbüchern von 1898/99 bis 1921 nachweisbar. Inhaber war der Schokoladenwarenhändler Gustav Kuhn. Der Laden war um 1900 ein „Special-Geschäft für Chocolade- und Zuckerwaaren, Cacao, Kaffee, Thee und Biscuits“. Man führte nach eigenen Angaben damals nur allerfeinste Deutsche, Holländische und Schweizer Fabrikate erster Firmen. Man machte auch in den Werbeanzeigen auf „Speise- und Dessert-Chocoladen“ und entölte Cacaos aufmerksam. Ein Versand der gekauften Waren nach auswärts war ebenfalls möglich. Zudem führte man noch Fest- und Gelegenheits-Geschenke. Später erweiterte man noch das Sortiment mit verschiedenen Marmeladen und Konfitüren.

Die Hauptfiliale wurde um 1912 in das Wohnhaus Talstraße Nr. 78 verlegt und man hatte sich nun auf Konfitüren aller Art spezialisiert. Auch Schokoladen wurden noch immer geführt. Ab 1924 arbeitet Gustav Kuhn nur noch als Schriftsetzer, das Geschäft an der Talstraße Nr. 78 wurde offenbar aufgegeben.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Stadt Meißen und der Vororte Bohnitzsch, Fischergasse, Hintermauer, Korbitz, Lercha, Neudörfchen, Niedermeisa, Obermeisa, Oberspaar, Questenberg und Zscheila, Ausgabe 1906, S. 128.
  2. Adressbuch der Stadt Meißen, 1906 bis 1924.