Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.

Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

Denkmal mit Saxonia um 1905.
Denkmal mit Obelisk im Jahre 1907.

Die Saxonia (Denkmal) war ein Standbild-Denkmal aus Terrakotta. Die „Saxonia“ ist dabei eine allegorische Figur in Frauengestalt. Das Denkmal stand ungefähr an der Stelle der heutigen Eingangshalle vor dem Stadttheater auf dem Theaterplatz. Sockel und Skulptur wurden 1905 wegen Verwitterungsschäden abgetragen.

Das Denkmal

Am 2. September 1877 wurde das Standbild der „Saxonia“ an der Südseite des Stadttheaters als Kriegerdenkmal für die 1870/71 in Frankreich gefallenen Bürger der Stadt Meißen und Umgebung feierlich enthüllt. Die Grundsteinlegung erfolgte bereits am 2. September 1876.

Das Denkmal bestand aus einem Sandsteinsockel mit Schriftfeldern. Es waren auf dem Sockel die Namen der Gefallenen aufgeführt. Darunter auch der Name von Carl Teichert, der als Etappen-Kommandant eines Liebesgabentransportes in Frankreich ums Leben kam. Über dem Sockel folgte ein weiterer reich verzierter Terrakotta-Sockel mit Blumengebinden, Bändern, Kränzen, Schwertern, eisernen Kreuzen, Wappen und Helmen. Das Denkmal war von einer 3 m hohen „Saxonia“ bekrönt. Die Figur trug Schild und Schwertgehänge, auf dem Kopf eine Mauerkrone und einen Siegerkranz. Hergestellt wurden die Keramik-Teile des Denkmals bei der Tonwarenfabrik Tittelbach an der Ossietzkystraße Nr. 38 im Triebischtal.

Im Jahre 1905 wird das Denkmal wegen Einsturzgefahr abgetragen und im Frühjahr 1907 abgeändert und vereinfacht erneuert. Der neue Denkmalsaufbau bestand nun aus einem Obelisken mit Eisernen Kreuz. An den unteren vier Kanten waren gusseiserne Kugeln angelegt. Die verwitterten Inschriften wurden durch vier bronzene Schrifttafeln ersetzt. Am 22. April 1907 wird das neue Denkmal eingeweiht. Das Denkmal wird zwischen 1929 und 1934 auf das Gelände des ehemaligen Nikolaifriedhofes umgesetzt. Nach 1945 wird das Denkmal zerstört.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten, Kreissparkasse Meißen, 1993, S. 137, 159 und 160.