Sachgesamtheit Kursächsische Postmeilensäule Meißen

Kursächsische Distanzsäule an der Altstadtbrücke.

Die Sachgesamtheit Kursächsische Postmeilensäule Meißen besteht aus mehreren zusammengefassten Einzeldenkmäler im Freistaat Sachsen. An der Bahnhofstraße in der Nähe der Meißner Altstadtbrücke befindet sich seit 2004 wieder eine historische Postmeilensäule im Stadtteil Cölln. Die Denkmäler sind in der Kulturdenkmalliste des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen erfasst und aufgeführt.[1]

Sachgesamtheit

  • Die Kopie der Kursächsische Distanzsäule Meißen (Obj. 09304919) geht auf das Jahr 1722 zurück. Damals begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum Sachsen aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Die Sachgesamtheit mit den Einzeldenkmal Kursächsische Postmeilensäule Meißen ist verkehrsgeschichtlich von Bedeutung.

Einzeldenkmal der Sachgesamtheit

  • Die Postmeilensäule ist die Kopie einer Distanzsäule aus Sandstein. Das Original wurde 1723 als einzige Distanzsäule in Meißen, am Brückentor aufgestellt. Das originale Wappen der Distanzsäule wurde 1956 in die Distanzsäule von Berggießhübel eingesetzt. Der Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 268.