Dieser Artikel könnte unvollständig, unzureichend belegt oder anderweitig überarbeitungsbedürftig sein.

Du bist herzlich eingeladen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen (Registrierung erforderlich). Bitte entferne danach diesen Hinweis. Vielen Dank!

SERO-Schild.

Die Firma SERO, eigentlich „SERO Handel GmbH Dresden, Niederlassung Meißen“ war in der Stadt Meißen bis zum Oktober 1991 tätig im Aufkauf von Sekundärrohstoffen. Die Firma war der Nachfolgebetrieb des VEB Sekundärrohstofferfassung (SERO). In dieser Zeit gab es noch eine Niederlassung in der Straße Am Buschbad Nr. 14c.

Geschichte

Die Firma „SERO“ erfasste, lagerte, sortierte und palettierte Altstoffe wie beispielsweise pfandfreie Flaschen und Gläser, Papier, Pappen. Für eine Flasche oder ein Glas ab 100 cm³ wurden beispielsweise 0,05 M, für unbeschädigte genormte Konservengläser und Spirituosenflaschen bis zu 0,30 M gezahlt. Bei organisierten Sammlungen erhöhte sich der Annahmepreis, zum Beispiel bei Altpapier pro Kilogramm von 0,20 M auf 0,25 M. Dabei wurden die aufgekauften Sekundärrohstoffe wieder weiterverwendet.

Weiterverwertung

Aufgekaufte Weinflaschen gingen dabei vorwiegend an die Winzergenossenschaft Meißen. Leere Spirituosenflaschen gingen wieder an die Spirituosenfabrik Wilthen, der Glasbruch an die Glaswerke Freital/Werk Bernsdorf, die pfandfreien Flaschen und Gläser an den „SERO-Handel“ Dresden, Leipzig und Oederan, die Pappe und das Papier an die Kartonagenwerke Munzig und Großenhain und Knochen gingen an den „SERO Handel“ nach Dresden/Friedrichstraße.

Einen staatlichen Altstoffhandel gab es in Meißen bereits ab 1950. Die SERO-Annahmestellen Am Buschbad Nr. 14c war 1957 eröffnet worden. Dazu gab es noch die Ankaufstelle von Triebischtal in der Nähe vom Angerweg im ehemaligen Pförtnergebäude vom Jacobiwerk. Am Buschbad neben der Hausnummer 15 gab es eine Halle mit einer Anlage zum Brechen von Altglas. Die Anlage hatte eine Leistung von 6 Tonnen Glasbruch in der Stunde.[1]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Chronik 1989-1996. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1996, S. 86.