Blick in die Rosengasse zum Markt 1911.

Die Rosengasse befindet sich in der Altstadt von Meißen in der Nähe der Frauenkirche und dem Tuchmachertor. Die Rosengasse verbindet über das kleine Areal An der Frauenkirche die Fleischergasse mit der Jüdenbergstraße.

Geschichte

Ursprünglich steht der von alters her gebräuchliche Name stets mit „Unreinlichkeit“ und „Anrüchigkeit“ in Verbindung. Schon im Mittelalter wurden etwas „anrüchige Gegenden“ als „Rosengasse“ bezeichnet. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Rosengasse in Meißen im Jahre 1534.

Da auch gleichzeitig der Verkauf eines Rosengartens in Meißen um 1562 belegt ist, kann der Name jedoch auch für eine Gegend mit zahlreichen Rosengärten an der ehemaligen Stadtmauer seinen Ursprung haben.

Trotzdem waren einst Rosengärten und die danach benannten Gassen im Volksmund oftmals mit einem liederlichen Lebenswandel verbunden. Offenbar auch deshalb, weil sich Verliebte in den Rosengärten heimlich trafen, was damals als unmoralisch galt.

Im Jahre 1895 ist im Haus Nr. 7 die Handelsschule untergebracht und im Haus Nr. 12 ist die Werkstatt von Kunstschlossermeister Eduard Lange. Außerdem gab es in der kleinen Gasse noch ein Butter-, Eier- und Käsegeschäft, später auch noch ein Sarglager.[1]

Literatur

  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax-Verlag, Beucha 2009, S. 281.