Reinhard Rothe (Ansichtskarten-Verlag)

Ansichtskarte aus dem Verlag Reinhard Rothe 1929.
Die Rückseite der Ansichtskarte von 1929.

Der Ansichtskarten-Verlag Reinhardt Rothe wurde 1882 vom Kaufmann Julius Reinhard Rothe in Meißen als Luxuspapier- und Schreibwarengeschäft gegründet und später um einen Ansichtskarten-Verlag erweitert. Neben Brück & Sohn war Reinhard Rothe ein weiterer Verlag in Meißen, welcher Ansichtskarten herausgab.

Geschichte

Zunächst befand sich das Geschäft noch in der Hirschbergstraße 22 und wurde von R. Rothe geführt. Auch das Grundstück Hirschbergstraße 22 war im Besitz von R. Rothe. Ab 1902 wird als verwitwete Besitzerin vom Haus Hirschbergstraße 22, nun Emmeline Rothe benannt.

Das Geschäft wurde vermutlich in dieser Zeit verkauft und der neue Inhaber zog zum Neumarkt 39 um. Offiziell nannte sich die Firma im Jahre 1902 nun „Luxuspapier-, Kurz- und Lederwaren- Engrosgeschäft, Postkartenverlag Reinhard Rothe, Inhaber Franz Julius Mühlbach“.[1] Ab dem Jahre 1921 wird für die Firma Reinhardt Rothe auch ein Prokurist „Peter Garsehagen“ genannt. Im Jahre 1932 feierte man das 50 jährige Jubiläum der Firma . Dabei kam erneut ein neues Firmenlogo auf dem Rechnungspapier zum Einsatz. Der Verlag befand sich noch 1935 im Erdgeschoss Neumarkt 39, sowie in der ersten Etage. In der zweiten Etage war die Wohnung vom Verlags-Inhaber Franz Mühlbach.

Der Verlag wurde vor allem durch die vielen Ansichtskartenmotive von Meißen, jedoch auch von andern Städten bekannt. Man benutzte dabei eine spezielle Motiv-Nummerierung. Der Kunde konnte somit anhand der Nummer, welche jede Karte trug, direkt beim Verlag bestellen. Verkauft wurden die Karten ebenfalls unter dem Namen „Mühlbachʼs Postkarte“ als Eigenmarke.

Nach 1945

Es gibt vom Kunstverlag R. Rothe in Meißen verschiedene Ansichtskarten, welche erst nach 1949 hergestellt wurden. Entsprechende Druckvermerke auf den Karten belegen dabei auch das Jahr 1960. Die Ansichtskarte kostete damals 0,10 DM (Deutsche Mark der Deutschen Notenbank). Wann der Verlag R. Rothe aufgegeben wurde ist bisher nicht bekannt.

Literatur

  • Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928.
  • Adress- und Einwohnerbücher der Stadt Meißen ab 1880.

Einzelnachweise

  1. Rat der Stadt Meissen: Die Stadt Meissen und ihre Umgebung, DARI-Verlag Berlin-Halensee, 1928, S. 75.