Blick auf das Rauhental um 1901.

Das Rauhental ist ein tief eingeschnittenes Seitental der Triebisch. Durch das Rauhental verläuft die Rauhentalstraße, dabei zweigt die steil ansteigende Straße an der Porzellanmanufaktur Meißen von der Talstraße ab.

Ursprünglich gehörte der Grundbesitz im Rauhental noch zum Kloster Buch, eine Zisterzienserabtei bei Leipzig. Im Jahre 1327 wechselte der Besitz zum Augustiner-Chorherren-Stift St. Afra. Noch 1431 ist in den Urkunden noch von einem afranischen Vorwerk Rauhental (allodium Ruental) die Rede. Zum Meißner Stadtflur kam das Rauhental in der Zeit der Reformation.

Das gesamte Rauhental mit seinen langen Hängen war schon immer ein recht günstiges Weinanbaugebiet und gehörte damit zu den bedeutenden Weinlagen der Stadt. Daher gab es noch 1801, besonders in den sonnenreichen Talhängen, zahlreiche Weinberge. Die sich im oberen Abschnitt befindliche Quelle diente auch zur Wasserversorgung vom Afrakloster und später auch der Fürstenschule.

Das sich gerade bei Starkregen schnell zu einem reißenden Bach entwickelnde Rauhentalwasser wurde im Triebischtal in den Mühlgraben abgeleitet. Besonders am Anfang des 19. Jahrhunderts bezeichnete man umgangssprachlich die Gegend als „wildromantisches Rauhental“.[1]

Literatur

  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax, Beucha 2009, S. 277.