Raddampfer „MEISSEN“
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Der heutige Raddampfer MEISSEN ist ein Dampfschiff, der vorwiegend im Personenverkehr auf der Elbe verkehrt. Die „MEISSEN“ wurde bereits 1885 in der Schiffswerft Dresden-Blasewitz gebaut und dort zunächst unter dem Namen „KOENIG ALBERT“ auf Kiel gelegt. Im Laufe der Zeit wurde der Name des Dampfers zweimal gewechselt. Durch den stark zugenommenen Ausflugsverkehr um 1884 war es erforderlich neue Schiffe mit mehr Kapazität in Dienst zu stellen um den großen Andrang besonders in den Sommermonaten und den Wochenenden zu bewältigen.
Geschichte
Im Jahre 1881 gab es schon einmal einen Raddampfer mit dem Namen „MEISSEN“, welcher für die damalige „Sächsisch Böhmische Dampfschiffahrtgesellschaft (SBDG) im Dienst war. 1907 wurde der Raddampfer verkauft und fuhr dort auf der Oberweser als „KRONPRINZ WILHELM“ bis 1967. Ein Teil des Dampfers (Mittelstück) befindet sich heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven. Das ausgestellte Mittelstück bekam wieder seinen ursprünglichen Namen „MEISSEN“.
Raddampfer Meissen
Das Schiff wurde 1885 in der Schiffswerft Dresden-Blasewitz gebaut und dort zunächst unter dem Namen „KOENIG ALBERT“ mit der Baunummer 9 auf Kiel gelegt. Der Dampfer bekam seinen Namen nach dem sächsischen König Albert (1828-1902). Schon 1898 bekam das Schiff den Namen „SACHSEN“. Im Jahre 1928 bekam der Personendampfer nun seinen endgültigen Namen „MEISSEN“. Das Schiff gehört seit 1992 mit zum Bestand der „Sächsischen Dampfschifffahrts GmbH & Co. Conti Elbschifffahrts KG“. Das Schiff verkehrt auf der Oberelbe und sein Liegeplatz befindet sich an den Anlagestellen vom Terrassenufer in Dresden.
Das Schiff ist heute der drittälteste Schaufelraddampfer der Flotte und verfügt über gemütliche Salons mit Holzinventar. Das Schwesterschiff der „MEISSEN“ ist die heutige „PILLNITZ“, welche 1886 gebaut wurde.[1]
Daten/Ausstattung (Auszug)
Die „MEISSEN“ hat heute eine Länge von 64,35 m und verfügt über eine oszillierende 2-Zylinder-Verbundmaschine mit 230 PS. Das Schiff verfügt über vier stilvoll eingerichtete Salons mit Holzinventar. Jeder Salon ist beheizbar. Weiterhin gibt es überdachte Sonnendecks mit Ausschank sowie ein Bordkiosk. Der Dampfer ist mit Toiletten ausgestattet und verfügt über Holzdecks. Die historische Dampfmaschine wurde freigelegt und kann besichtigt werden. Ebenfalls gibt es Sichtfenster zu den Schaufelrädern. Die „Meissen“ verfügt noch über ihre nostalgische Dampfpfeife sowie den kippbaren Schornstein, der vor dem Passieren einer Brücke abgekippt werden kann.
Die „MEISSEN“ verfügt heute im Vorderdecksalon über 34 Innenplätze und im Hinterdecksalon über 26 Innenplätze. Das Bordrestaurant im Innenbereich hat 48 Tischplätze und auf dem Sonnendeck gibt es 92 Außenplätze. Zudem gibt es im Außenbereich noch 34 überdachte Tischplätze auf dem Hinterdeck.
Besonderheiten
- Obwohl der Raddampfer „MEISSEN“ nur für den Personenverkehr vorgesehen war, machte die Schiffsbesatzung besonders nach dem Zweiten Weltkrieg auch Ausnahmen und es wurde private Fracht zum Transport erlaubt. Es mussten dazu entsprechende Billets gekauft werden und die Güter mussten von den Besitzern selbst an und von Bord gebracht werden. Transportiert wurden zwischen den einzelnen Stationen beispielsweise lebende Tiere (Hühner, Schafe und Kühe), aber auch Möbelstücke.
Literatur
- Joachim Winde: Dampfschifffahrt auf der Elbe von Mělník bis Hamburg, Sutton Verlag GmbH, Erfurt, 2013, ISBN 978-3-95400-148-4.
- Joachim Winde: Schubschifffahrt auf der Elbe, Sutton Verlag, Erfurt, 2018, ISBN 978-3-95400-892-6.
Einzelnachweise
- ↑ Joachim Winde: Dampfschifffahrt auf der Elbe von Mělník bis Hamburg, Sutton Verlag GmbH, Erfurt, 2013, S. 9, ab S. 29, ab S. 65 und ab S. 73.