Proschwitzer Windmühle
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Die Proschwitzer Windmühle war bis 1945 eine markante Landmarke auf dem Bocksberg bei Proschwitz. Es handelte sich dabei um eine sogenannte „Holländer-Windmühle“, welche dort 1906 anstelle einer hölzernen „Bockwindmühle“ errichtet worden war. Die Windmühle gibt es heute nicht mehr.[1]
Geschichte
Der Grundstein der neuen Mühle wurde am 4. April 1906 auf dem Bocksberg gelegt. Die Mühle konnte bereits am 31. Juli 1906 in Betrieb genommen werden. Am Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 sollte die Mühle den anrückenden Truppen der Roten Armee keinesfalls als Beobachtungsstelle dienen, daher wurde sie am 24. April 1945 von der deutschen Artillerie in Brand geschossen. Mauerreste wurden in den Jahren 1947/48 zur Gewinnung von Baumaterial für die in Proschwitz errichteten Neubauernhöfe abgetragen. Erhalten hatte sich nur noch das unbewohnte und desolate Mühlengehöft mit Wohnhaus und angebautem Wirtschaftsgebäude an der Proschwitzer Straße Nr. 1.
Die Windmühle
Die Mühle war für den automatischen Betrieb eingerichtet und hatte 6 Geschosse. In Höhe des 2. Obergeschoss gab es einen Galerie-Umgang. In der Mühle konnten täglich bis zu 30 Zentner Getreide gemahlen werden.
Der massive Turm der Holländer-Windmühle hatte eine Höhe vom 16 m und besaß unten einen Durchmesser von 10,2 m. Oben hatte die Mühle einen Durchmesser von 7,3 m. Das Mühlendach besaß eine drehbare Haube. Ein aus vier Flügeln bestehendes hölzernes Flügelwerk hatte dabei einen Durchmesser von 23 m. Über sogenannte Jalousien war eine Veränderung der Wind-Angriffsfläche möglich und über die Windrosen-Steuerung wurde das Flügelwerk selbsttätig in die Windrichtung geschwenkt.
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, ISBN: 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax, Beucha 2009, S. 40 und 41.