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Blick von Proschwitz nach Meißen.

Der Ort Proschwitz auf den Proschwitzer Höhen wurde bereits am 1. Oktober 1939 nach Winkwitz und am 1. Januar 1994 mit Winkwitz nach Meißen eingemeindet. Baulich dominiert wird Proschwitz durch das Schloss Proschwitz. Die übrige Bebauung besteht fast nur aus Einfamilienhäuser, die entweder an der Proschwitzer Straße und am Weg Heiliger Grund liegen.

Geschichte

Eine erste Benennung von Proschwitz ist schon im Jahr 1250 belegbar. 1380 wird ein Rittersitz und 1696 ein Rittergut genannt. Der Name „Proschwitz“ ist dabei vom altsorbischen “Prosz“ abgeleitet. Um 1547/51 gab es im Ort 9 „besessene Mann“ und 4 Inwohner. 1764 gab es noch 7 „besessene Mann“ mit 5 Hufen Land. Um 1900 waren es 149 ha Land.

Im Jahre 1834 gehörten zum Rittergutsbezirk Proschwitz die Dörfer Proschwitz, Ockrilla und Baßlitz mit insgesamt 443 „Untertanen“. Das Rittergut hatte damals einen starken Wein- und Kirschenbau, zudem einen großen Anteil an den Nassauer Wiesen und der dortigen Meierei. Es gab einen Revierjäger und Lustanlagen. Außer dem Rittergut gab es 1878 noch drei Bauerngüter mit über 5 ha Land. Alle drei Bauerngüter kamen zwischen 1870 und 1890 durch Kauf zum Rittergut Proschwitz. Lediglich der "Windmüller" auf dem Bocksberg und der Wirt vom Gasthaus „Knorre“ blieben noch Grundbesitzer.

Um 1886 gehörten zu Proschwitz 125 ha Ackerland, 22 ha Wiese, 5 ha Garten und Park, 2 ha Weinberg, 14 Pferde, 4 Zugochsen und 10 Läufer. Um 1914 umfasste das Rittergut 221 ha Land, davon 152 ha Feld, 44 ha Wiese, 23 ha Wald und 2 ha Hutung. Es wurde vorwiegend Schweine- und Rinderzucht betrieben. Außer dem Rittergut gab es nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 nur noch 2 Grundbesitzer. Im Zuge der Bodenreform wurde das Rittergut im September 1945 enteignet. Es erfolgte eine Aufteilung des Landes und der Rittergutsgebäude unter Neubauern und Siedler. Das Gärtnerhaus des Rittergutes erweiterte man durch einen Anbau zum Neubauernhof. Im Jahre 2006 wurden die beiden verbliebenen ehemaligen Rittergutsgebäude abgerissen um einen Parkplatz für das Schloss Proschwitz zu schaffen.[1]

Literatur

  • Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5.

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, Beucha, 2009, S. 269.