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Die Postmeilensäule in der Bahnhofstraße.
Postmeilensäule und Ansichten von Meißen.

Die drei Postmeilensäulen (Distanzsäulen) waren auf Befehl von Kurfürst August „dem Starken“ ab 1723 im Raum Meißen aufgestellt worden. Da die Stadt Meißen am Kreuzungspunkt der Poststraßen Dresden-Leipzig und Großenhain-Freiberg liegt, sah man es damals als eine dringende Notwendigkeit an, auch an den Meißner Straßen derartige Säulen aufzustellen. Es sind insgesamt drei Standorte von Postmeilensäulen nachweisbar.

Geschichte

Bereits am 2 August 1723 wird die Aufstellung einer Postmeilensäule, die schon am 5. Mai 1722 angeliefert wurde, an der Straße nach Dresden gemeldet. Demnach soll der Aufstellungsort „an der Brücke“ gewesen sein. Später ist der Aufstellungsort auf einer alten Landkarte von 1726 auch nachweisbar.

Auf einer undatierten Radierung von Carl Gustav Richter ist vor der Gaststätte „Drei Rosen“ ebenfalls eine Postmeilensäule zu sehen. Eine weitere Postmeilensäule ist vermutlich 1731 oder auch 1732 am inneren Wassertor bzw. am Lommatzscher Tor aufgestellt worden. Auf einem Stich aus dem Jahre 1771 ist die Distanzsäule am inneren Wassertor abgebildet. Die Säule ist auch noch um 1855 zwischen dem Gasthof Goldene Sonne am Theaterplatz und dem damaligen „Salzamt“ am Schloßberg zu sehen gewesen. Bei dem in der Nähe von Cossebaude aufgestellten Wappenteil einer Distanzsäule, soll es sich dabei um den Rest der Meißner Postmeilensäule vom Lommatzscher Tor gehandelt haben.

Postmeilensäule an der Bahnhofstraße

Die sich heute vor dem Haus Bahnhofstraße Nr. 1 befindliche Postmeilensäule ist eine nach Archivunterlagen angefertigte originalgetreue Nachbildung, welche einmal dort gestanden hat. Die Distanzsäule trägt die Jahreszahl „1722“ und hat ohne Mörtelfugen eine Höhe von 5,07 m. Sie wurde von der Steinmetz-Firma Hain aus „Cottaer Sandstein“ gefertigt und am 8. Mai 2004 aufgestellt.[1][2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten, Kreissparkasse Meißen, 1993, S. 74.
  2. Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax-Verlag, Beucha, 2009, S. 268.