Postämter
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Bis zum Jahr 1825 befand sich die „Posthalterei“ (Postamt) noch am Heinrichsplatz 1 in der Meißner Altstadt. Von 1825 bis 1866 war sie in der Elbstraße 4 untergebracht und ab dem 30. September 1866 in das Haus Görnische Gasse Nr. 33 verlegt worden.
Altstadt
Am 1. September 1856 hatte man im Rathaus bereits ein „Königlich Sächsisches Telegraphenamt“ eingerichtet, welches man am 1.Oktober 1875 ebenfalls in die Görnische Gasse Nr. 33 verlegte. Der organisatorische Zusammenschluss von Post- und Telegraphenamt war dann am 15. Mai 1877 erfolgt. Am 15. März 1889 fand die Eröffnung einer Stadt- Fernsprecheinrichtung statt.
Die feierliche Eröffnung des neu erbauten „Kaiserlichen Postamtes“ an der Poststraße 26 war am 26. Oktober 1890. Das Postgebäude wurde so konzipiert, dass die Schalterhalle im Hochparterre, über dem Hochwasser-Pegel von 1845 lag. Eine Verbindung zum Bahnhof Meißen auf der anderen Elbseite in Cölln war bei Hochwasser über die Eisenbahnbrücke stets gegeben.
Ab Juni 1913 hatte man in der Innenstadt an der Burgstraße damit begonnen die Telefonleitungen zu verkabeln. Am Postamt in der Poststraße enstand zwischen Juli 1927 und April 1928 ein Posterweiterungsbau für die Paketabfertigung.
Cölln
Am 1. Oktober 1872 war die Eröffnung eines Kaiserlichen Postamtes im Bahnhof Meißen. Eine „Telegraphen-Betriebsstelle“ mit beschränktem Tagesdienst wurde dort am 16. August 1876 eröffnet. Mit der Eingemeindung von Cölln nach Meißen im Jahre 1901 hatte man die Postämter der Stadt neu geordnet. Das bestehende Postamt von Cölln bekam damit als Postamt II. Klasse die offizielle Bezeichnung „Postamt Meißen III“. Ab dem 1. April 1904 befand sich das Cöllner Postamt III in der Dresdner Straße Nr. 7. Das Postamt wurde am 13. Oktober 1999 geschlossen.
Zunächst gab es noch eine Postagentur in der Niederauer Straße Nr. 43, welche im September 2007 geschlossen wurde. Eine Post Filiale (562) gibt es heute in der Niederauer Straße Nr. 16. In Zaschendorf, in der Zaschendorfer Straße Nr. 10 gibt es noch eine weitere Post Filiale (441).
Triebischtal
Die Eröffnung des mit Telegraphen ausgestatteten Zweigpostamtes in der Wettinstraße Nr. 21 war am 1. Juni 1892. Das Zweigpostamt im Triebischtal erhielt die Bezeichnung „Postamt II“. Mit der Erweiterung vom Postamt im Triebischtal gab es dort im Juli 1898 eine öffentliche Fernsprechstelle und ab Oktober 1899 auch noch eine Ausgabestelle für gewöhnliche Briefsendungen und Zeitungen. Das Postamt im Triebischtal wurde nach 1990 geschlossen. Es gibt heute im Triebischtal eine Post Filiale (701) in der Ossietzkystraße Nr. 1a.
Bohnitzsch
In Meißen-Bohnitzsch erfolgte die Eröffnung des Postamtes 5 am 18. April 1955 in der Großenhainer Straße Nr. 123. Die Schließung vom Postamt in Bohnitzsch war am 31. Dezember 1995.[1]
Privatpost
- Die erste Privatpost soll das im Oktober 1888 gegründete Unternehmen von Ludwig Wilhelm Schaufuß (1833-1890) aus Oberspaar gewesen sein. Es beförderte demnach Postsendungen von Spaar zum Kaiserlichen Postamt nach Cölln. Das Unternehmen bestand nur bis zum Tod von L. W. Schaufuß im Jahre 1890. Was und wie befördert wurde ist unbekannt.
- In der Altstadt von Meißen soll es ein weiteres Privatpost-Unternehmen im Jahre 1890 am Theaterplatz Nr. 142 (10) in der ersten Etage gegeben haben. Geführt wurde es vom Briefmarkenhändler Theresius Hugo Münch. Das Unternehmen nannte sich „Druckschriften- und Circular-Beförderung Th. Hugo Münch, Meissen, Theaterplatz 142. I.“
Es wurden zur Briefbeförderung die sogenannten „Hammonia-Kopf“-Briefmarken zu 2 Pfennig ausgegeben. Zudem gab es mit dem Markenbild bedruckte Postkarten (Ganzsache). Alle Marken waren mit „Münch“ oder „Th. H. Münch Meissen i. S.“ überstempelt.
Vermutlich wurden die Sendungen nur innerhalb der Stadt Meißen befördert. „Echt gelaufene“ Belege gibt es offenbar nicht. Es könnte sich daher auch um eine selbst initiierte Sache gehandelt haben, um den eigenen Briefmarkenhandel zu steigern. Das Privatpost-Unternehmen soll dazu nur acht Wochen existiert haben. Das Briefmarkengeschäft gab es dagegen noch einige Jahre.
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. Sax–Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, ISBN: 978-3-86729-013-5, S. 231, 267 und 268.