Portal:Wirtschaft
Neben der Porzellanmanufaktur lebte Meißen von Ton und Lehm, von Schuhen, Maschinen und vom Handel. Rund 300 Unternehmen sind im Stadtwiki dokumentiert, von der Nähmaschinenfabrik bis zum Trachtenlederhosen-Laden. Dieses Portal ordnet sie nach Branchen.
Porzellan, Keramik und Ofenbau
Die Porzellanmanufaktur und die keramische Industrie behandelt das Portal Porzellan & Keramik ausführlich. Dort finden sich die Teichert-Betriebe, die SOMAG, die Saxonia G.m.b.H. und die Schamottefabriken.
Ziegeleien und Baustoffe
Die Tonvorkommen rund um die Stadt begründeten eine eigene Branche, die der Überblicksartikel Ziegeleien beschreibt. Der Rat unterhielt seit alters her eine Ratsziegelei; hinzu kamen die Rudolphsche Ziegelei in Niederfähre, die Ziegelei Otto & Schlosser im Drosselgrund (1895 eröffnet, 1984 geschlossen), die Ziegelei Otto Teichert und die Ziegelei Otto Ferdinand Hönicke in Neuzaschendorf sowie die Ziegelei „Rotes Haus“, heute Alte Ziegelei genannt. Steine bearbeiteten das Granit- und Syenitwerk Kurt Seifert und die Firma Steinmetz & Bornemann, die außerdem als Lithographie und Steindruckerei arbeitete.
Schuhindustrie
Meißen war ein Zentrum der Schuhherstellung. Dokumentiert sind die Schuhfabrik Preuß & Möbius, die Schuhfabrik Otto Miersch, die Schuhfabrik Hermann Möbius, die Schuhfabrik Gebrüder Kunze, die Schuhfabrik Ströber & Co. GmbH, die kleine Hansi-Schuhfabrik auf dem Questenberg und der VEB Meissner Schuhfabrik. Das Handwerk dahinter reicht weiter zurück: einen Zusammenschluss der „schuhworchtin“ gab es vermutlich schon vor 1329, siehe Schuhmacherzunft.
Maschinenbau und Metallverarbeitung
Das älteste Industrieunternehmen im Triebischtal war das Jacobiwerk, 1834 von den Gebrüdern Jacobi gegründet. Die Nähmaschinenfabrik Biesolt & Locke am Neumarkt bestand von 1869 bis 1914. Turbinen baute der Turbinenbau A. Kuhnert & Co. in Cölln, dessen Gelände ab 1948 der VEB Turbowerke Meißen übernahm. Weitere Betriebe waren die Maschinenfabrik Schindler & Grünewald von 1869, der Maschinenbau August Schnelle von 1922, die Maschinenfabrik „Imperial“, die Molekular-Zerstäubung Meißen, die Graba- und Schregerwerke, die Teutonia Stanz- und Emaillierwerke GmbH, die Mesco Werke, die Blechwarenfabrik Quaas, die Max Lindner Metallwarenfabrik, die Metallwarenfabrik Theodor Herrmann und die Metallwarenfabrik Wachter & Lindner. Älter als alle ist das Gewerbe der Zinngießereien, das ab 1698 belegt ist.
Textil, Chemie und weitere Fabriken
Die Jutespinnerei und Weberei im Triebischtal verarbeitete Jute, die über die Elbe kam. Farben und Glasuren für die Keramikindustrie lieferten die Farbenfabrik Edlich & Weiße und die Meißner Glasuren- und Farbenfabrik Curt Schott. Zünder produzierte Bickford & Co. am Goldgrund, Lampen die Lampenfabrik Franz Verworner. Weiter zu nennen sind die Hutfabrik Johann Theodor Herzog, die Schirmfabrik W. Bretschneider, die Meißner Stockfabrik J. D. Hentschel & Wittich, die Zigarrenfabrik F. A. Schuster, die Meißner Conservenfabrik Gebrüder Bärwald, die Papierwarenfabrikation und die AG für Kartonagenindustrie. Klaviere baute ab 1834 die Pianoforte-Bauerei Ferdinand Thürmer.
Handwerk und Zünfte
Das bedeutendste Handwerk der Stadt war zwischen 1530 und 1610 die Tuchmacherei; daran erinnern die Tuchmacherzunft und das Tuchmachertor. Einen Eindruck von den verschwundenen Gewerken geben Originelle Handwerksbetriebe und die Berufsartikel Pfefferküchler, Stadtmusikus und Stadtpfeifer und Der Türmer. Eine Meißner Spezialität waren Trachtenlederhosen aus Meißen.
Handel, Läden und Dienstleistungen
Große Häuser waren das Warenhaus E. M. Schmidt und das Kaufhaus Schocken in der Elbstraße. Zum Facheinzelhandel gehören die Eisenwarenhandlung Carl F. Fleischer KG an der Marktgasse, das Modehaus Opitz, das Modehaus Moritz Faber, Tapeten-Huschmann, die Spielwaren-Holze & Sohn GmbH, Hermann Österreich Hut- und Korbmacher, die Schreibwarenhandlung Lochmann und der Gebrauchtwarenhandel Böhme. Apotheken und Drogerien sind mit der Sonnen-Apotheke, der Triebischtal-Apotheke, der Triebischtal-Drogerie und der Rinckʼschen Apotheke vertreten. Wer bis 1918 den Hof belieferte, steht in Meißner Hoflieferanten. Die vielen kleineren Bäckereien, Fleischereien, Uhrmacher, Friseure und Werkstätten sind über die Kategorie:Meißner Unternehmen erreichbar.
Sparkassen und Geld
Die erste Sparkasse in Meißen eröffnete am 11. Juni 1828 im „tiefen Laden“ am Markt. Die Meißner Sparkasse kam 1837 unter städtische Verwaltung, und wie es ihr in der Krisenzeit erging, beschreibt Die Stadtsparkasse Meißen im Ersten Weltkrieg und nach der Inflation. Eine Meißner Eigenart waren Die besonderen Boten der Stadtsparkasse. Zum Bankwesen gehört auch Das Haus des Bankiers Kröber am Heinrichsplatz Nr. 7. Sparkassendirektor und Sozialreformer war Johann Christian Eberle.
Handel in der DDR
Typische Handelsformen jener Zeit waren der Delikatladen, der Exquisitladen, der Intershop, die SERO-Annahmestelle für Sekundärrohstoffe und der VEB Großhandel OGS Meißen. Dazu gehörte auch ein Sporthaus. Genossenschaftlich organisiert war der Konsumverein zu Meißen von 1869. Zur Gastronomie dieser Jahre siehe das Portal Kulinarik & Genuss.
Städtische Betriebe
Die Stadt betrieb das Städtische Gaswerk und das Elektrizitäts-, Heiz- und Dampflieferwerk; beide behandelt das Portal Verkehr & Infrastruktur näher. Kommunales Wohnungsunternehmen ist heute die SEEG Meißen mit rund 2.550 Wohnungen.
Vereine und Stiftungen
Zwei Gründungen von Bürgermeister Carl Hugo Tzschucke prägen die Stadt bis heute: die Freiwillige Feuerwehr Meißen vom 17. Juli 1841, die als erste freiwillige Feuerwehr Deutschlands gilt, und der Turnverein Meißen vom 15. Juli 1846. Weitere Vereine sind der Turnverein Jahn, der Turnverein „Frisch Auf“, die Männergesangsvereine, der Verkehrsverein Meißen, der Verschönerungsverein „Naturfreund“, der Verein Meißner Kellner und der 1.100 Jahre Meißen e. V. Gemeinnützig tätig sind die Bürgerstiftung Meißen und Naturkinder Meißen e. V. Geschichts- und Heimatvereine nennt das Portal Bildung & Forschung.
Siehe auch
- Portal: Porzellan & Keramik – Manufaktur und Keramikbranche
- Portal: Kulinarik & Genuss – Brauereien, Bäcker und Gaststätten
- Portal: Medien & Literatur – Verlage, Druckereien und Fotoateliers
- Portal: Persönlichkeiten – Unternehmer und Handwerker
- Kategorie:Meißner Unternehmen, Kategorie:Fabrik, Kategorie:Handwerk, Kategorie:Verein