Portal:Straßen und Plätze
Über 350 Straßen, Gassen, Stufenwege, Brücken und Plätze sind im Stadtwiki beschrieben, meist mit der Herkunft ihres Namens und dem Datum der amtlichen Benennung. Dieses Portal gliedert sie nach Typen und ergänzt so die alphabetische Liste in der Kategorie:Verkehrsweg.
Plätze und Märkte
Der Markt mit Rathaus, Frauenkirche und den Bürgerhäusern ist das Zentrum der Altstadt. Der Kleinmarkt war ursprünglich der Nebenmarkt der Stadt, der Neumarkt erscheint 1270 als „novum forum“, und der Roßmarkt diente bis ins letzte Drittel des 19. Jahrhunderts als Wochenmarkt. Der Heinrichsplatz wird von der Franziskanerkirche mit dem Stadtmuseum und dem Heinrichsbrunnen geprägt, der Theaterplatz liegt so tief, dass er zu den hochwassergefährdetsten Stellen der Altstadt gehört. Auf dem Burgberg unterschied man noch 1876 zwischen „Schloßplatz“ und Domplatz. Am Eingang der Görnischen Gasse liegt eine platzartige Fläche, die 1853 den amtlichen Namen Görnischer Platz erhielt, im Volksmund aber weiter Hundewinkel hieß. Weitere Plätze sind Hahnemannsplatz, Johannesplatz, Lutherplatz, Lindenplatz, Martinsplatz, Moritzburger Platz, Robert-Koch-Platz, Schulplatz, Dr.-Eberle-Platz, Franz-Adam-Beyerlein-Platz und Wilhelm-Walkhoff-Platz. Eine eigene Geschichte hat Die Engstelle Heinrichsplatz-Kleinmarkt.
Die Meißner Stufen
Weil die Stadt an Hängen liegt, verbinden Stufenwege die Ebenen. Die Roten Stufen führen von der oberen Burgstraße zur Freiheit; im 16. Jahrhundert hießen sie noch „der Steig nach St. Afra“. Die Schloßstufen am Hohlweg enden vor dem mittleren Burgtor und wurden 1545 als „Domsteig“ bezeichnet. Die Amtsstufen führen vom Schloßberg in den Hof des Amtsgerichts. Die Katzenstufen verbinden die Elbtalstraße am Winterhafen mit Proschwitz und sollen bereits 1667 von der Proschwitzer Rittergutsherrschaft angelegt worden sein. Die Schreberstufen, früher „Bismarckstufen“, legte der Verschönerungsverein „Naturfreund“ von der Rauhentalstraße auf den Jüdenberg an. Weitere Stufenwege sind die Afrastufen, Frauenstufen, Superintendenturstufen, Justusstufen, Jüdenbergstufen, Poststufen, Lämmerstufen, die Wirtschaftswege An den Katzenstufen und der Seelensteig. Als Steige angelegt sind der Adlersteig in Niederfähre, der Jagdsteig von 1912 in Oberspaar, der Kirchsteig im Triebischtal und der Kapitelholzsteig.
Brücken und Stege
Über die Elbe führen drei Brücken: die Altstadtbrücke, die Elbtalbrücke, deren Bau 1996 begann, und die Eisenbahnbrücke, deren erster Bau 1866/68 mit der Bahnlinie Coswig–Meißen–Döbeln–Leipzig entstand. Alle übrigen Brücken der Stadt überspannen die Triebisch: die Karlsbrücke unmittelbar an der Mündung im Verlauf der Uferstraße, die Johannesbrücke zwischen Roßmarkt und Hahnemannsplatz, die Martinsbrücke, die Albertbrücke als Verlängerung der Kerstingstraße, die Lessingbrücke, die Schulbrücke, der Erlichtsteg sowie die für Fußgänger und Radfahrer bestimmten Blaue Brücke und der Nikolaisteg. Der Schulsteg verbindet seit 1879 die Neugasse mit dem Neumarkt. Kein Wasser, sondern eine Schlucht überspannt die Schloßbrücke: sie führt über den Hohlweg zwischen Afraberg und Burgberg und gehört zu den ältesten Brückenbauwerken im Osten Deutschlands. Verschwunden sind Der ehemalige Fleischsteg vor dem Fleischertor, an dessen Stelle heute die Johannesbrücke steht, und Die zwei Brücken am Roßplatz über den damals noch offenen Mühlgraben.
Gassen und Straßen der Altstadt
Die Burgstraße ist die Hauptgeschäftsstraße und führt vom Markt zum Hohlweg. Vom Brückenkopf zum Markt läuft die Elbstraße, weiter außen liegen die Gerbergasse und die Neugasse mit dem stärksten Verkehr. Die Görnische Gasse verband einst die Vorstadt Kernitz mit der Stadt. Ältere Namen erzählen von Gewerben und Einrichtungen: der Baderberg, 1628 erstmals in den Stadtbüchern und nach einer öffentlichen Badestube benannt, die Fleischergasse, die Leinewebergasse und die Lorenzgasse, 1717 als „Hospital- oder Lorenzgasse“ genannt. Dazu kommen die Rosengasse bei der Frauenkirche, die Marktgasse, der Schloßberg am Hang des Burgbergs und die Kerbe, ein Fußweg zwischen Görnischer Gasse und Neugasse.
Ausfallstraßen
Die Leipziger Straße war bis zum Bau der Hochuferstraße Teil der Fernverkehrsstraße Dresden–Leipzig. Nach Süden und Westen führen die Wilsdruffer Straße als S 177 und die Nossener Straße, rechtselbisch die Dresdner Straße, die Großenhainer Straße im Verlauf der B 101, die Zaschendorfer Straße und die Niederauer Straße.
Straßen mit Personennamen
Rund 60 Meißner Persönlichkeiten haben eine Straße oder einen Platz erhalten; sie sind in der Kategorie:Namensgeber für eine Verkehrsfläche gesammelt. An die Porzellangeschichte erinnern die Böttgerstraße, die Böttgergasse, die Crassostraße, die Kändlerstraße und der Ludwig-Zepner-Weg, an Künstler und Wissenschaftler die Kerstingstraße, die Loosestraße, die Schreberstraße, die Max-Dietel-Straße, die Werdermannstraße, die Heinrich-Freitäger-Straße, die Karl-Niesner-Straße, die Wolyniezstraße und der Hahnemannsplatz.
Neuere Wohngebiete
Wo ganze Wohngebiete auf einmal entstanden, wurden die Straßennamen nach einem Thema gewählt. Auf dem ehemaligen Ziegeleigelände am Roten Haus heißen sie An der alten Ziegelei, An der Grubenbahn, Brennerstraße, Zieglerweg, Lorenstraße, Domblick, Zum Klingertal, Carl-Schäfer-Weg und Ludwig-Zepner-Weg. In der Kynastsiedlung der frühen 1930er Jahre wählte man Namen wie Neue Hoffnung, Unverhofft Glück und Hohe Sicht. Den Weinbau tragen die Winzerstraße, die Weinberggasse und der Ratsweinberg im Namen.
Siehe auch
- Portal: Verkehr & Infrastruktur – Eisenbahn, Schifffahrt und Fähren
- Portal: Gebäude & Bauwerke – die Häuser an den Straßen
- Portal: Stadtteile & Orte – die übergeordnete Gliederung
- Portal: Persönlichkeiten – die Namensgeber
- Kategorie:Verkehrsweg, Kategorie:Brücke, Kategorie:Namensgeber für eine Verkehrsfläche