Portal:Kunst und Kultur
Meißen hat ein Theater in einem Kaufhaus von 1545, ein Museum in einer Klosterkirche und Kunst aus Porzellan im Straßenpflaster. Dieses Portal sammelt die Artikel zu Museen, Theater und Musik, zu Denkmalen, Brunnen und Wandbildern sowie zu den Festen der Stadt.
Museen und Sammlungen
Das Stadtmuseum in der Franziskanerkirche am Heinrichsplatz wurde 1949 eröffnet. Seine Vorgänger waren das Museum vom Geschichtsverein Meißen im Obergeschoss derselben Kirche und ab 1934 das Museum „Haus der Heimat“. Die Albrechtsburg und die Porzellanmanufaktur Meißen mit ihrem Porzellan-Museum sind die großen Ausstellungsorte der Stadt. Das Stadtarchiv und die Stadtbibliothek verwahren Schriftgut und Bücher.
Theater, Kino und Schaulust
Das Stadttheater am Theaterplatz nutzt das 1545 erbaute Gewandhaus; seit 2000 wird es als Theater Meißen GmbH von der Stadt getragen. Ein Meißner Marionetten-Theater mit Theatrum mundi gab es im Triebischtal. Bewegte Bilder kamen ab 1907 in die Stadt, wie der Überblick Kinos zeigt; die Filmburg in der Neugasse eröffnete 1930. Als Attraktion um 1900 galt das Kaiser-Panorama, bei dem mehrere Menschen gleichzeitig durch Gucklöcher stereoskopische Bilderserien betrachten konnten.
Musik
Der bekannteste Musiker mit Meißen-Bezug ist Peter Schreier (1935 bis 2019), Kammersänger und Dirigent, geboren in Gauernitz bei Meißen und Ehrenbürger der Stadt. Ältere Traditionen sind das Turmblasen vom Turm der Frauenkirche, die Meißner Posaunenmission und das Amt des Stadtmusikus. Um 1910 bestanden mehrere Männergesangsvereine; später kam das Chorfestival Meißen hinzu. Eine Meißner Eigenart sind die Porzellanglockenspiele: das erste der Welt hängt seit 1929 an der Frauenkirche.
Bildende Kunst
Die Maler, Grafiker und Bildhauer der Stadt stellt das Portal Persönlichkeiten vor; einen historischen Überblick gibt Lebensläufe Meißner Künstler (1888). Zwei Ausstellungen markieren Wendepunkte: die 1. Meissner Kunstausstellung 1947, auf der Meißner Künstler nach dem Krieg erstmals wieder öffentlich zeigten, und Kehrseiten einer Stadt (Ausstellung), eine Fotoausstellung von 1989 über den Verfall der Altstadt.
Denkmale für Personen
Nicht alle Meißner Denkmale stehen noch. Erhalten sind das Böttger-Denkmal aus rotem Meißner Granit gegenüber der Porzellanmanufaktur und das Hahnemann-Denkmal von 1957 im Stadtpark hinter der Nikolaikirche. Verschwunden sind das König-Albert-Denkmal, ein 8,60 Meter hohes Reiterstandbild, das bis 1945 im König-Albert-Park stand, das Bronzedenkmal Albrecht des Beherzten von 1876 im Burghof, die Bismarcksäule von 1885 auf dem Jüdenberg und die Saxonia, ein Terrakotta-Standbild. Vor der Fürstenschule stand das zweite König-Albert-Denkmal.
Gedenken an Krieg und NS-Herrschaft
Die Stolpersteine, die Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus, die Gedenkstätte am Krematorium, der Gedenkstein auf dem Stadtfriedhof, der Gedenkstein der MISNIA und das Sowjetische Ehrenmal erinnern an Opfer von Krieg und Diktatur. Aus dem Ersten Weltkrieg stammt die Nagelsäule, die ab 1915 auf dem Schulplatz stand.
Historische Kleindenkmale
Über die Stadt verteilt liegen die Postmeilensäulen, die Steinkreuze, die historischen Zaunfelder, die Bodenmarkierungen und der Buchstabenstein an der Freiheit, ein Torschlussstein, in dem man alle Buchstaben des Alphabets zu erkennen glaubte. Die Stadtgeschichte vor Ort erzählen die sechs Geschichtstafeln, beginnend mit Geschichtstafel I (928-1199). Denkmalgeschützte Ensembles fasst die Denkmalpflege als Sachgesamtheit zusammen, etwa die Sachgesamtheit Burgberg Meißen, die Sachgesamtheit Afrafreiheit Meißen, die Sachgesamtheit Hintermauer Meißen, die Sachgesamtheit Rittergut Siebeneichen und die Sachgesamtheit Kursächsische Postmeilensäule Meißen.
Brunnen und Wasserspiele
Der bekannteste ist der Kaendler-Brunnen von 1960 im Kaendlerpark, bekrönt von einem Helm-Kasuar aus Meißner Porzellan. Vor dem Stadtmuseum steht der Heinrichsbrunnen von 1863, auf dem Domplatz der Quellstein, der auch „Grundstein Sachsens“ genannt wird. Jünger sind der Theaterbrunnen von 2018, der Brunnen hinter der Frauenkirche von 2020 und das Wasserspiel an der Neugasse. Aus Keramik bestehen der Lothar-Sell-Brunnen an der Elbstraße und der keramische Brunnen in der Marienhofstraße. Historische Wasserstellen sind der Waltersbrunnen, ein vergitterter Quellschacht am Kleinen Hohlweg, der Brunnentrog an der Burgstraße, der Zierbrunnen am Baderberg und der Wasserkasten an der Frauenkirche. Nur zum Ostermarkt aufgestellt wird der Osterbrunnen; der zur Tausendjahrfeier 1929 geplante Gänsejungen-Brunnen wurde nie gebaut.
Kunst im öffentlichen Raum
Einen Überblick geben die Meißner Wandbilder. Aus Keramik und Porzellan sind das Porzellan-Wandbild in der Görnischen Gasse, Das keramische Wandbild „Hochzeit zu Kana“ in der Hirschbergstraße und das Probebild zum Fürstenzug von 1903 aus 50 Porzellanfliesen an der Manufaktur. Verschwunden ist das Felsenkellerbrauerei-Wandbild. Zwei Kunstprojekte prägen die Altstadt: die Porzellan-Pflastersteine (Projekt Frieden) in der Görnischen Gasse und Die gezeichneten „Anwohner“ (Projekt). An Häuserwänden finden sich außerdem Sonnenuhren.
Feste und Veranstaltungen
Das größte Fest der Stadt ist das Weinfest Meißen; die Feste ums Essen und Trinken behandelt das Portal Kulinarik & Genuss. Traditionell ist der Meißner Weihnachtsmarkt. Auf dem Domplatz und vor der Albrechtsburg finden die Burgfestspiele statt. Seit 2009 kommt das Literaturfest Meißen hinzu, seit 2006 die Modenacht und seit 2017 das Bewegungsfest der Bürgerstiftung Meißen. Von den historischen Festen berichten das Kostümfest zu Meißen 1881 und die Jahrmärkte.
Sport und Freizeit
Der Turnverein Meißen von 1846 war der erste Turnverein der Stadt; aus ihm gingen der Turnverein „Frisch Auf“ und, in Cölln, der Turnverein Jahn hervor. Geturnt wurde zunächst auf dem städtischen Turnplatz an der Wettinstraße, später in der Jahnhalle. Für Motorsport entstand ab 1951 das Speedway-Stadion in Zaschendorf. Weitere Flächen sind der Juteplan, die Schießwiese und die Jugendwiese. Ausflugsziele und Grünanlagen nennt das Portal Natur & Landschaft.
Stadtsymbole
Wappen und Siegel behandeln Stadtwappen von Meißen und Stadtsiegel Meißen. Zu den Amtsinsignien gehört die Amtskette des Oberbürgermeisters aus Meißner Porzellan und Böttger-Steinzeug. Meißen auf Geld und Papier zeigen das Münzmotiv Meißen, das erstmals 1929 auftrat, die 5-Markmünze Meißen (DDR), die 0-Euro-Souvenirscheine der Albrechtsburg, die ersten Meißen-Briefmarken von 1945 und die Begrüßungs-Medaille für Meißner Neugeborene.
Siehe auch
- Portal: Persönlichkeiten – Maler, Bildhauer und Musiker
- Portal: Porzellan & Keramik – Porzellankunst im Detail
- Portal: Medien & Literatur – Bücher, Zeitungen und Fotografie
- Portal: Geschichte & Chronik – historische Einordnung
- Kategorie:Kunst, Kategorie:Kultur, Kategorie:Denkmal, Kategorie:Brunnen, Kategorie:Wandbild