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Pfefferkuchenherstellung.
Werbeanzeige von 1900.

In der Stadt Meißen wurden von den heimischen Bäckern auch schon immer Leb- und Honigkuchen hergestellt. Allerdings gab es darunter nur wenige Pfefferküchler, welche das Spezialgebiet der Bäcker und Konditoren beherrschten. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts gab es eine Ordnung des Meißner Bäckergewerbes. Zu den sogenannten „Weißbäckern“ gehörten damals auch die Pfefferküchler, welche ihre Ware ebenfalls das gesamte Jahr herstellten und verkauften.[1]

Heute werden in Meißen noch von einem Unternehmen Honig- und Lebkuchen-Produkte aus Lagerteig hergestellt.

Geschichte

Eine Pfefferküchlerei betrieb ab 1900 „Alfred Eichler“ im Meißner Stadtteil Triebischtal am Bismarckplatz Nr. 3. Um 1904 verlegte er seinen Betrieb an die Fabrikstraße Nr. 21 in den Stadtteil Cölln und um 1908 zieht die Pfefferküchlerei an die Leipziger Straße Nr. 25. Die Geschäfte laufen offenbar gut und A. Eichler erwirbt die beiden Wohnhäuser Leipziger Straße Nr. 20 und 21. In das Haus Nr. 20 zieht nun die Pfefferküchlerei um. Dort wird die Firma weiterbetrieben und 1939 vom Nachfolger Reinhard Gobsch als Erste Meißner Makronen-, Honig- und Lebkuchenfabrik, ehemals Martha Eichler geführt. Um 1950 war dort eine HO-Bäckerei untergebracht.

Pfefferkuchen-Verkaufsstelle

Ab 1910 gab es in der Görnischen Gasse Nr. 2 noch ein Geschäft für Pfefferkuchen. Betrieben wird der Laden von Marie Fehrmann. Es gab dort nur einen Verkauf jedoch keine eigene Herstellung. Der Laden wurde offenbar von verschiedenen Pfefferküchlereien aus der Umgebung beliefert. Ob dort auch „Pulsnitzer Pfefferkuchen“ verkauft wurden ist leider nicht bekannt. Um 1912 hat M. Fehrmann die Verkaufsstelle an den Plossenweg Nr. 1 verlegt und um 1924 gibt es die Verkaufsstelle noch für einige Jahre an der Burgstraße Nr. 2.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 95, 292 (online).