Paul Ritterstädt

Paul Ritterstädt (1841-1924), eigentlich Paul Hermann Ritterstädt, war ein Jurist und sächsischer Staatsbeamter. Als ein Vertreter des Finanzministeriums in Dresden überwachte er den Dombau zu Meißen. Als Ministerialdirektor des Finanzministeriums war ihm das Landbauamt Meißen unterstellt, das für alle technischen und finanziellen Belange des Dombaus verantwortlich war. In seiner Funktion war er ein Vorstandsmitglied des Dombauvereins zu Meißen.

Paul Ritterstädt wurde am 11. März 1841 als Sohn der Bürgermeisters Paul August Ritterstädt in Pirna geboren. Er wird als Afraner an der Meißner Fürstenschule auf sein Jurastudium vorbereitet. An der Universität in Leipzig studiert er später Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Anschließend arbeitet er am Appellationsgericht und Bezirksgericht in Dresden. Ab 1871 überwacht er als Direktionsrat der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen dessen Finanzen.

Im Jahre 1876 wird Paul Ritterstädt ans Finanzministerium Dresden berufen. Dort steigt er zunächst zum Geheimen Finanzrat, später zum Geheimen Rat und schließlich zum Ministerialdirektor auf. Er bekommt mehrere Ehrungen und Orden, beispielsweise 1887 das Ritterkreuz 1. Klasse des Königlich Sächsischen Verdienstordens und 1907 den Stern zum Komturkreuz des Königlich Sächsischen Verdienstordens 1. Klasse.

Er lehnte es grundsätzlich ab, sich als Prophet am Meißner Dom portraitieren zu lassen. Paul Ritterstädt verstirbt am 26. März 1924 in Dresden.[1][2][3][4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Günter Donath, Matthias Donath: Himmelszeichen – Begleitbuch zur Ausstellung im Stadtmuseum Meißen vom 12. Juli 2008 bis 9. November 2008, edition Sächsische Zeitung, Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen, 2008, S. 90 bis 95, 132 bis 141, 216 bis 221.
  2. ↑ Helmuth Gröger: Tausend Jahre Meißen. C. E. Klinkicht & Sohn, Druck: Druckerei Klinkicht & Sohn, Meißen 1929, S. 639, 640 und ab 676 (online).
  3. ↑ Günter Naumann: Meißner Geschichte in Daten 929-1993. Kreissparkasse Meißen, Druck: Druckerei Thieme, Meißen 1993, S. 106, 151, 154 bis 159, 161, 163 und 172.
  4. ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen. 1. Auflage. Sax-Verlag, Beucha 2009, ISBN 978-3-86729-013-5, S. 58 bis 61.