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Zeichnung von P. Häusler von 1959 „Lotte aus dem Stahlwerk Riesa“. Urheber Metadaten: Deutsche Fotothek.

Paul Häusler (* 13. April 1925 in Münnichwies (heute Slowakische Republik); † 19. Juli 2005 in Riesa) war ein Maler, Grafiker, Medailleur sowie ein Plaketten- und Porzellankünstler. Er zählt mit zu den Künstlern, welche an der Gestaltung von Porzellanmedaillen der Porzellanmanufaktur Meißen beteiligt waren.[1]

Leben und Werk

Paul Häusler wurde 1925 in Münnichwies (heute Vrícko) geboren. Schon in seiner Kindheit wird sein zeichnerisches Talent erkannt und gefördert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ist er bis 1946 in Kriegsgefangenschaft und geht dann nach Weimar. Ab dem Jahre 1947 studierte er an der Hochschule für Baukunst und bildende Künste in Weimar und anschließend an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. In Dresden ist er ein Schüler von Fritz Dähn (1908-1980). An der Deutschen Akademie der Künste Berlin wird er 1950 Meisterschüler bei Heinrich Ehmsen (1886-1964). Er ist bis 1957 in Dresden 1957 Assistent bei Erich Fraaß (1893-1974) und arbeitet anschließend freischaffend als Maler und Grafiker

Im Jahre 1960 bekommt er einen Betriebsvertrag mit dem VEB Stahl- und Walzwerk Riesa. Er siedelt ab 1965 auch privat nach Riesa um. P. Häusler befasste sich neben Malerei und Grafik auch mit der baugebundenen Kunst. Er beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen der DDR und ist auch auf den Bezirks- und Kreisausstellungen vertreten. Zudem war er bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Auch auf internationalen Ausstellungen ist P. Häusler in Wroclaw, Prag und Hamburg vertreten. Personalausstellungen mit seinen Werken waren in Budapest, Riesa, Elsterwerda und Nünchritz zu sehen. P. Häusler bekam die Verdienstmedaille der DDR verliehen.

Medaillen für die Porzellanmanufaktur Meißen

Für die Porzellanmanufaktur Meißen erstellt er 1960 und 1961 einige Entwürfe für Porzellanmedaillen und Plaketten. Beispielsweise lieferte er 1960 den Entwurf zur keramischen Medaille 1. Sozialistisches Kulturfest VEB Stahl- und Walzwerk Riesa aus Biskuitporzellan. Im Jahre 1961 liefert er den Entwurf zur Medaille aus Böttger-Steinzeug „II. Zentrales Kultur- und Sportfest der VVB der Stahl- und Walzwerke Riesa Juni 1961“.[2]

Paul Häusler verstirbt am 19. Juli 2005 in Riesa.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 449.
  2. ↑ Autorenkollektiv: Medaillen aus Meissener Porzellan, transpress VEB Verlag für Verkehrswesen Berlin, 1988, S. 350, 351 und 438.