Otto Eduard Gottfried Voigt

Otto Eduard Gottfried Voigt (* 12. März 1870 in Dresden; † 14. Januar 1949 in Meißen) war ein Blumenmaler und Porzellankünstler.
Leben und Werk
Bereits nach zwei Jahren konnte Voigt seine Lehre in Dresden bei Villeroy & Boch wegen seiner besonderen zeichnerischen Begabung abschließen. Von 1890 bis 1895 ist er dann in der Königlichen Porzellanmanufaktur in Berlin (KPM) tätig. Seine Vorzüge sind dabei in der naturalistischen Blumenmalerei zu finden.
Ab dem 2. November 1896 ist er in der Porzellanmanufaktur Meißen als Blumenmaler angestellt, wird jedoch später freischaffender Künstler (Maler). Es folgt eine externe Ausbildung an der Kunstschule in Berlin. Von 1910 bis 1913 absolviert er ein Studium an der Dresdener Kunstakademie in den Fächern Menschen- und Tieranatomie.
Voigt ist nun überwiegend als Entwerfer tätig, er ist aber auch an der Entwicklung der Scharffeuermalerei in der Meißner Manufaktur im Triebischtal beteiligt. Zudem entwirft er Dekore für das Service „Saxonia“ und bemalte Teller, Vasen und andere Gefäße nach seinen eigenen Entwürfen vor allem in der sogenannten Pfeifferzeit. Ab 1926 leitet Voigt dann schließlich die Entwicklung der Scharffeuermalerei in der Porzellanmanufaktur.
Aus gesundheitlichen Gründen wird er zum 1. April 1932 pensioniert, doch kommt es nach dem Zweiten Weltkrieg erneut zum Kontakt mit der Meißner Manufaktur. Man schließt mit Voigt im Jahre 1947 einen neuen Beschäftigungsvertrag ab. Er fertigt mit Hilfskräften nun vor allem Blaumalereien an. Am 14. Januar 1949 verstirbt Otto Eduard Gottfried Voigt in Meißen.[1][2]
Literatur
- Caren Marusch-Krohn: Meissener Porzellan 1918–1933. Die Pfeifferzeit. Edition Leipzig, Leipzig 1993, ISBN 3-361-00402-0.
- Jürgen Schärer: Auf den Punkt gebracht, Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen, Meißen 2000, ISBN 3-910063-28-4.