Otto & Schlosser
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Die Firma Otto & Schlosser, eigentlich „Otto & Schlosser, Baugeschäft, Sägewerk und Holzhandlung“, war eine Baufirma in Meißen an der Elbstraße Nr. 18, welche sich auf dem sogenannten „Sägewerksgelände“ am Fuße des Burgberges befand. Die Firma betrieb auch noch die Ziegelei im Drosselgrund sowie im Triebischtal.
Geschichte
Zunächst stand direkt an der Stadtmauer das Schützenhaus. Nachdem das Schützenhaus abgebrochen war errichtete der Mühlenbesitzer Friedrich Wilhelm Finke auf dem Areal 1864 ein Dampfsägewerk. Das Dampfsägewerk brannte am 26. Juni 1877 ab und wurde im gleichem Jahr wieder vollständig aufgebaut.
Die beiden Baumeister Ernst Wilhelm Schlosser (1854-1922) und Friedrich Wilhelm Otto (1853-1910) kauften am im April 1884 das Finkesche Dampfsägewerk. Bereits am 1. Januar 1880 hatten die beiden Unternehmer die Baufirma Otto & Schlosser gegründet. Im Jahre 1885 wurde von Otto & Schlosser an der Stadtmauer ein Gebäude angebaut, welches eine Werkstatt, Büroräume und Zeichenräume enthielt. Das Gebäude war mit einem Flachdach versehen, so dass von den Hintergebäuden an der Leipziger Straße die freie Aussicht in Richtung Elbe erhalten blieb. Der freie Ausblick zur Elbe war dabei sehr wichtig, da über die Elbe das Rohholz mit Flößen angeliefert wurde.
In der Baufabrik von Otto & Schlosser stellten in den folgenden Jahre etwa 50 Tischler Fenster, Türen, Holzstämme für den Gerüstbau, aber auch Möbel her. Am 19. Juni 1919 brannte die Fabrik völlig ab und man errichtete ein neues Fabrikgebäude. Das Bauunternehmen Otto & Schlosser war an vielen Bauprojekten der Stadt Meißen beteiligt. So beispielsweise auch beim Bau des neuen Bahnhof Meißen 1928. Ein Foto aus dieser Zeit belegt deren Beteiligung am Hochbau, Tiefbau und den notwendigen Erdarbeiten.
Übernahme, Enteignung und Abriss
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Stadt Meißen bereits im Oktober 1945 den Bauhof nebst Sägewerk übernommen. Am 30. Juni 1946 erfolgte per Volksentscheid die Enteignung von Otto & Schlosser. 1952 wurde das Sägewerk aus dem Bauwerken Meißen ausgegliedert und als VEB (G) Sägewerk Meißen juristisch selbstständig. Im Jahre 1952 gab es dort 68 Beschäftigte und 1955 waren es 73 Beschäftigte.
Bis auf ein Fabrikgebäude wurden alle restlichen Gebäude der Fabrik im September und Oktober 2003 abgerissen. Danach wurde das Areal planiert und beschottert und es entstand ein öffentlicher Parkplatz.[1]
Literatur
- Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, ISBN: 978-3-86729-013-5.
Einzelnachweise
- ↑ Günter Naumann: Stadtlexikon Meißen, Sax-Verlag, 2009, S. 289.